Dertwinkel: „Brauchen Drogenhilfe-Strategie, die Namen verdient“
Synthetische Opioide wie Fentanyl und Nitazene verbreiten sich zunehmend auch in Bremen – mit teils tödlichen Folgen. Damit ist eine neue, noch gefährlichere Dimension des Drogenkonsums erreicht. Für die CDU-Bürgerschaftsfraktion ist das eine Folge verfehlter rot-grün-roter Drogenpolitik. „Es ist beschämend, wie tatenlos der Senat Bovenschulte dem zunehmenden Drogenelend auf Bremens Straßen zusieht“, sagt Sina Dertwinkel, drogenpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. „Seit Jahren steigen die Ausgaben, doch das Leid wächst mit. Der Senat verwaltet die Katastrophe, statt sie zu bekämpfen. Er ist ideenlos, verbohrt und lahm.“
Dertwinkel verweist auf Zahlen der Gesundheitsbehörde, nach denen im ersten Halbjahr 2025 bei 52 von 105 Schnelltests in Drogenkonsumräumen hochgefährliche synthetische Opioide festgestellt wurden. Die CDU-Fraktion fordert daher eine grundlegende Neuausrichtung der Drogenpolitik in Bremen. „Wir sagen klar: Ausstieg statt Konsum! Menschen mit Suchterkrankung dürfen nicht dauerhaft in Containern begleitet werden – sie brauchen Therapie, Entgiftung, medizinische Hilfe. Das jetzige System hält sie im Elend, statt ihnen Wege daraus zu eröffnen.“
In der letzten Sitzung der Gesundheitsdeputation hat die CDU-Fraktion der Einführung eines Projekts zum Drug-Checking zugestimmt. „Als Frühwarnsystem sehen wir darin einen sinnvollen Baustein zum Schutz von Konsumenten vor lebensgefährlichen Verunreinigungen – aber eben nicht als Einstieg in eine weitere Ausweitung der aufgeblähten und teuren Drogenbegleitung durch einen einzigen Träger“, stellt Dertwinkel klar.
In ihrem Positionspapier „Ausstiegsräume statt Konsumräume“ stellt die CDU-Fraktion ihre Ideen für eine moderne, gesundheitspolitisch wirksame Drogenhilfe vor. Die zentralen Forderungen:
- Deutlicher Ausbau von Therapie- und Entgiftungsplätzen
- Mehr Investitionen in Prävention – gerade für junge Menschen
- Rückführung der Drogenhilfe in staatliche Verantwortung
- Konsequente Bekämpfung der Drogenkriminalität und des illegalen Handels
- Ein qualifiziertes, verbindliches Fallmanagement statt zielloser Betreuung
Dertwinkel: „Wir brauchen eine Drogenhilfe-Strategie, die diesen Namen verdient. Wir wollen den Menschen helfen, gesund zu werden – nicht zusehen, wie sie langsam zugrunde gehen.“