Dr. Winter: „Ausreisepflichtige Straftäter auch nach Syrien und Afghanistan konsequent zurückführen“

Senat Bovenschulte muss endlich durchgreifen
Eine Deutschlandflagge weht vor einem Schild mit der Aufschrift "Asyl"

„Der Senat Bovenschulte muss endlich die Abschiebung von Straftätern stärker forcieren und durchsetzen – auch nach Afghanistan und Syrien“, fordert Dr. Wiebke Winter, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU Bremen, angesichts des Terroranschlags in Solingen und der zunehmenden Kriminalität auf Bremens Straßen.

Am vergangenen Freitag hatte ein ausreisepflichtiger Syrer auf einem Stadtfest im nordrhein-westfälischen Solingen drei Menschen mit einem Messer getötet und weitere zum Teil schwer verletzt. Ursprünglich hätte der mutmaßliche Täter bereits im vergangenen Jahr abgeschoben werden sollen, was allerdings nicht passierte.

„Senat Bovenschulte muss zum einen die Zuwanderung besser regulieren und zum anderen straffällige Personen, die ausreisepflichtig sind, konsequent abschieben.“ Hier sieht die Sprecherin der Deputation für Inneres insbesondere Innensenator Mäurer in der Pflicht: „Der Senat Bovenschulte sträubt sich immer noch, vollziehbar ausreisepflichtige Personen konsequent in ihre Heimatländer zurückzuführen. Innensenator Mäurer hat kürzlich geäußert, dass er nun auch Menschen nach Afghanistan und Syrien abschieben wollen würde. Er wird jedoch bislang von seinen Koalitionskollegen gehindert. Seinen Worten müssen endlich Taten folgen. Denn die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Aus Bremen wurden in diesem Jahr bislang erst 36 Menschen abgeschoben, andere Länder wie Hessen oder Bayern führen nicht nur absolut, sondern auch relativ deutlich mehr Menschen zurück. Dies muss in Bremen verbessert, entsprechende Rückführungen beschleunigt werden.“

Dr. Winter betont: „Klar ist: Wir wollen Menschen in Not helfen. Wer sich jedoch nicht an die Strafgesetze in diesem Land hält, der muss damit rechnen, dass er seinen Schutz bei uns verwirkt.“

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Die Abschiebeoffensive des Senats bleibt bislang vor allem eine Ankündigung: Die Zahl der Abschiebungen stagniert, während gleichzeitig immer mehr Menschen in Bremen ausreisepflichtig sind. Bis zum 30. Juni 2026 wurden 56 Abschiebungen erfolgreich durchgeführt, 72 scheiterten. Im gesamten Jahr 2025 waren es 111 erfolgreiche Abschiebungen.

Am Freitag (11. September) werden die Petenten der Petition zur Auflösung des Szenetreffs „An der Piepe“ im Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft angehört. Mehr als 2.000 Menschen haben die Petition unterstützt. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert, ihre Anliegen ernst zu nehmen und insbesondere die Zukunft des heutigen Standorts ergebnisoffen zu prüfen.