Strohmann: „Konsequent gegen Raser und Poser vorgehen“
Aufheulende Motoren, illegale Rennen und rücksichtsloses Fahrverhalten belasten seit Jahren insbesondere die Überseestadt, aber auch andere Teile Bremens. Am Dienstag berät die Stadtbürgerschaft über die Anträge von CDU und Koalition zur Bekämpfung der Poser- und Raserszene. „Die Menschen haben ein Recht auf Nachtruhe, Sicherheit und Lebensqualität. Einzelne Kontrollen und punktuelle Maßnahmen reichen nicht aus. Wir brauchen einen dauerhaften und abgestimmten Ansatz“, erklärt Heiko Strohmann, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion.
Die CDU-Fraktion fordert deshalb insbesondere:
- die Reaktivierung der „Sonderkommission Poser“ und ein verbindliches Gesamtkonzept von Polizei, Ordnungsamt, Verkehrsressort, Staatsanwaltschaft, Beiräten und Anwohnern,
- klare Kontrollpläne für bekannte Hotspots – insbesondere abends, nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen,
- mehr mobile Geschwindigkeits- und Lärmmessungen sowie intensive technische Fahrzeugkontrollen,
- konsequente Sanktionen gegen Verstöße – bei Vorliegen der rechtlichen Voraussetzungen bis hin zur Stilllegung und Sicherstellung von Fahrzeugen,
- ein dauerhaftes Maßnahmenpaket für die Überseestadt, um Rundkurse zu unterbinden – z.B. temporäre Sperrungen und Durchfahrtsbeschränkungen.
„Der Koalitionsantrag enthält einige richtige Ansätze und greift Forderungen auf, die wir bereits auf den Tisch gelegt haben. Er bleibt aber zu unverbindlich und geht nicht weit genug“, so Strohmann.
„Politik gewinnt Vertrauen zurück, indem sie die konkreten Probleme der Menschen löst – nicht irgendwann, sondern jetzt. Bremen muss für Poser und Raser unattraktiv werden. Dafür braucht es sichtbaren Kontrolldruck, konsequente Sanktionen und einen Senat, der handelt. Die Menschen, die seit Jahren unter dieser Szene leiden, erwarten das zu Recht.“