Schnittker: „Bremerhavens Kinder nicht weiter abhängen“

Bildung: Bremen und Bremerhaven gleichbehandeln
Eine mathematische Gleichung wird mit weißer Kreide an die Tafel geschrieben.

Zum Start des neuen Schuljahres 2024/25 fehlen in Bremerhaven 126 Lehrkräfte. Diese alarmierende Zahl stellt nicht nur eine erhebliche Herausforderung für die Stadtgemeinde Bremerhaven dar, sondern erfordert Maßnahmen des Senats Bovenschulte und von Bildungssenatorin Aulepp. „Es ist besorgniserregend, dass Bremerhaven wieder einmal mehr so stark benachteiligt ist“, kritisiert Christine Schnittker, Abgeordnete der CDU-Bürgerschaftsfraktion aus Bremerhaven. „Der Unterschied in der Lehrkräfteversorgung zwischen Bremerhaven und Bremen wirft Fragen auf, wie der Senat die ungleiche Verteilung der Ressourcen erklärt und was konkret getan wird, um diese Diskrepanz zu beheben. Unsere Kinder in der Seestadt dürfen nicht weiter abgehängt, die Unterrichtsversorgung muss gleichmäßig behandelt werden“, fordert Schnittker.

In einer Frage für die Fragestunde in der Bremischen Bürgerschaft will die CDU-Fraktion wissen, wie der Senat zukünftig Bremerhaven bei der Sicherstellung der Lehrkräfteversorgung unterstützen will. 

Kritik an der Ungleichbehandlung kommt auch vom noch amtierenden Schulstadtrat in Bremerhaven, Michael Frost. Seine Tätigkeit endet im kommenden November. „Warum wird die deutliche Kritik erst jetzt geäußert, wenn die Amtszeit von Herrn Frost kurz vor dem Ende steht?“, fragt Christine Schnittker. „Es scheint, als ob ein offener Austausch und konstruktive Kritik auf Augenhöhe mit der Bildungsbehörde in Bremen nicht möglich sind. Anders ist es nicht zu erklären, dass Herr Frost erst jetzt Stellung bezieht, wenn keine Konsequenzen mehr für ihn zu befürchten sind. Ein ernsthafter und zeitnaher Dialog hätte vielleicht früher zur Verbesserung der Situation beitragen können.“

Yvonne Averwerser, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, ergänzt: „Die bisherige Unterstützung des Senats für Bremerhaven ist unzureichend. Das zeigt sich in der hohen Zahl fehlender Lehrkräfte sowie der unbesetzten Referendariatsstellen. Unabhängig von einem vertrauensvollen Umgang zwischen den beiden Städten, fehlt es zudem offensichtlich an einem transparenten Verfahren und klaren Kriterien bei der Besetzung dieser Plätze. Der Senat muss in seiner Bildungsplanung Bremerhaven mehr in den Fokus nehmen. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern erwarten konkrete Maßnahmen und eine gerechte Verteilung der Ressourcen.“

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