CDU schlägt Abkehr vom Kohorten-Prinzip in Kitas vor
zwei Kleinkinder in Kita

Mit Blick auf die explodierenden Infektionszahlen in bremischen Kitas muss die Bildungssenatorin sofort die Abkehr vom Kohorten-Prinzip anordnen. Sandra Ahrens, Sprecherin für Kinder, Jugend und Familie der CDU-Bürgerschaftsfraktion, sagt: „Corona breitet sich durch die Omikron-Variante extrem schnell unter den Kitakindern und Erzieherinnen aus. Mehr als jedes fünfte Kind ist aktuell in Quarantäne. Allein beim Anbieter Kita Bremen sind es über 2.000 Kinder. Die Gefahren einer Massenquarantäne liegt in der Luft. Dem müssen wir im Wissen um die sozialen Folgen für die Kinder und die beruflichen Nachteile der Eltern unbedingt vorbeugen. Es gibt einen einfachen Weg, um das Schlimmste zu verhindern: Senatorin Aulepp muss vom sogenannten Kohorten-Prinzip abrücken und anordnen, dass jeder Erzieher und jede Erzieherin nicht mehr mehrere Gruppen als Kohorte betreut, sondern nur die eigene Stammgruppe. Dadurch muss im Infektionsfall der Erzieherin nur eine Gruppe in Quarantäne. Die Rückkehr zum Prinzip der Stammgruppe schränkt zwar die mögliche Betreuungszeit ein, ist aber immer noch besser, als zu Hause in Quarantäne zu sein. Was wir aber auf keinen Fall tun sollten, ist einfach abzuwarten. Denn die Omikron-Welle liegt noch lange nicht hinter uns.“


Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD) hatte am 19. Januar über ihren Abteilungsleiter Thomas Jablonksi im Unterausschuss Frühkindliche Bildung erklären lassen, dass die Behörde zunächst die weitere Entwicklung der Pandemie abwarten wolle. Zusätzliche Coronatests in den Einrichtungen sähe die Bildungsbehörde derzeit als ausreichendes Mittel an, um die grassierende Verbreitung der Omikron-Variante einzudämmen. Nach Schätzungen der CDU-Bürgerschaftsfraktion sind über alle kommunalen und privaten Betreuungseinrichtungen- und Angebote gerechnet aktuell fast 5.000 Kita-Kinder in Quarantäne. Ahrens weiter: „Wir haben schon vor Weihnachten bei den Lollitests gesehen, dass Senatorin Aulepp zu lange zögert. Als CDU fordern wir mehr vorausschauendes Handeln. Die Rückkehr zum Prinzip der Stammgruppe wäre ein guter Weg und würde allen helfen.“
 

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