Lübke: „Mäurer schadet Fußballstandort Bremen“

Bundesverfassungsgericht urteilt über Polizeikosten bei Hochrisikospielen
Blick auf die Ostkurve des gefüllten Weserstadions

Das Bundesverfassungsgericht hat endgültig entschieden: Bremen darf die Mehrkosten für Polizeieinsätze bei sogenannten Hochrisikospielen der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Rechnung stellen. Dieses Urteil beendet einen jahrelangen Streit zwischen Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) und der DFL. Marco Lübke, innen- und sportpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen, kritisiert scharf:

„Innensenator Mäurer hat mit seinem Alleingang dem Sport und dem Fußballstandort Bremen enorm geschadet. Die Einführung der Gebührenregelung im Jahr 2015 ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht für die friedlichen Fans, sondern auch für die Präventionsarbeit der Vereine und die Attraktivität unseres Standorts. Das jahrelange Hin- und Herschieben von Kosten hat nicht das grundlegende Problem von zunehmender Gewalt im Umfeld von Fußballstadien gelöst. Manche Vereine könnten jetzt gezwungen sein, ihre Präventionsarbeit zu kürzen, um Geld zu sparen. Die Gebührenbescheide landen bei der DFL und damit letztlich bei Werder Bremen. Am Ende zahlen die Fans die Zeche in Form höherer Ticketpreise. Ich befürchte, das Urteil wird dazu führen, dass bei Risikospielen Gästefans ausgeschlossen werden, um Mehrkosten zu vermeiden. Die eigentlichen Verlierer sind die friedlichen Fans. 

Diese Gebührenpolitik sorgt weder für besser bezahlte Polizistinnen und Polizisten noch für mehr Sicherheit. Stattdessen stopft sie die Haushaltslöcher des rot-rot-grünen Senats – das ist weder nachhaltig noch gerecht. Was folgt daraus für andere gewinnorientierte Veranstaltungen? Werden künftig auch Konzerte auf der Bürgerweide oder andere Sportevents mit Polizeikosten belastet? Die Innere Sicherheit muss Priorität haben, aber sie darf nicht auf dem Rücken der Fans und Vereine ausgetragen werden.“

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