Jonitz/Raschen: „Bremerhaven darf bei der Bahnsanierung nicht auf der Strecke bleiben“
Die geplante Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Bremen und Bremerhaven soll um mindestens fünf Jahre auf frühestens 2032 verschoben werden. Das hat das Mobilitätsressort mitgeteilt. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion sieht darin eine erhebliche Herausforderung für die Verkehrs- und Hafeninfrastruktur im Land Bremen und fordert Planungssicherheit sowie eine verbindliche Finanzierung.
„Eine Verschiebung um fünf Jahre ist kein kleiner Eingriff in den Zeitplan. Die Strecke ist eine zentrale Verkehrsader für Pendler, Unternehmen und den Güterverkehr. Gerade weil die Sanierung bei laufendem Bahnbetrieb erfolgen muss, was einmalig in Deutschland ist, ist eine verlässliche Planung besonders wichtig“, erklärt Michael Jonitz, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. „Senatorin Ünsal muss sich jetzt gegenüber der Deutschen Bahn und dem Bund dafür einsetzen, dass die Verbindlichkeit der Sanierung wieder hergestellt wird und die Finanzierung abgesichert bleibt – niemand weiß, wie es damit ansonsten in fünf Jahren aussieht. Unsicherheiten und Gerüchte sind für die Menschen und die Wirtschaft sehr schädlich.“
Thorsten Raschen, Bremerhavener Abgeordneter der CDU, ergänzt: „Für unsere Häfen und die Unternehmen in Bremerhaven ist die Schienenanbindung von existenzieller Bedeutung. Eine Vollsperrung kommt deshalb nicht infrage. Die Wirtschaft hat sich auf eine aufwendige Sanierung bei laufendem Betrieb eingestellt – solche Planungen lassen sich nicht einfach um fünf Jahre verschieben. Unsere Unternehmen brauchen Planungssicherheit und eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur. Das gilt ebenso für die Kreuzfahrtgäste am Cruise Port, die ihre Reisen und Anreise oft lange im Voraus buchen. Bremerhaven darf bei der Modernisierung des Bahnnetzes nicht auf der Strecke bleiben und zum Spielball möglicher Umplanungen werden“
Die beiden CDU-Abgeordneten abschließend: „Unser Bundesland braucht einen verlässlichen und planbaren Zugverkehr für unsere beiden Großstädte. Dass der Senat wieder mal als letztes von den Plänen der Deutschen Bahn erfährt, zeigt, dass Bremen und Bremerhaven nicht im Fokus der Bahn stehen. Dies müssen wir endlich ändern.“
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