Jonitz: „Ein paar Zentimeter Schnee dürfen nicht die Mobilität lahmlegen“

CDU-Fraktion reicht Berichtsbitte ein
Eine Straßenbahn biegt im Schnee vor dem Hauptbahnhof ab

„Gefühlt haben wir verlernt, wie Winter geht. Einige Zentimeter Schnee am Freitag und schon fährt in Bremen über Tage nichts mehr. Das ist für eine Großstadt nicht akzeptabel. Wer Mobilität als Teil der Daseinsvorsorge ernst nimmt, muss auch im Winter handlungsfähig bleiben“, fordert Michael Jonitz, Sprecher für Mobilität der CDU-Bürgerschaftsfraktion. Für die kommende Sitzung der Deputation für Mobilität, Bau und Stadtentwicklung (15. Januar 2026) hat die CDU-Fraktion eine Berichtsbitte zu den Folgen des Wintereinbruchs eingereicht. Im Mittelpunkt stehen die massiven Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) und die Frage, warum Bus- und Bahnverkehr zeitweise komplett eingestellt werden mussten. „Die Innensenatorin Högl hat eine Resilienzstrategie angekündigt. Dazu gehört auch, dass Busse und Bahnen bei winterlichen Bedingungen fahren“, so Jonitz.

Hintergrund ist die weiterhin angespannte Lage im Netz der Bremer Straßenbahn AG (BSAG). Bereits seit Donnerstag kommt es zu massiven Einschränkungen im Bus- und Bahnverkehr. Am Freitag wurde der Busbetrieb zeitweise eingestellt, am Samstag folgte die Einstellung des Straßenbahnverkehrs. Auch am Sonntag kam es nur zu einem eingeschränkten Betrieb. Zurzeit (Montavormittag) verkehren weiterhin lediglich die Linien 1 und 6 auf Teilstrecken. Die Linien 2, 5, 8, 10 und 14 bleiben eingestellt. Busse fahren, jedoch mit teils erheblichen Verspätungen. „Das müssen wir aufarbeiten“, fordert Jonitz. „Nicht um Schuldige zu suchen, sondern um daraus zu lernen und besser auf zukünftige Winter vorbereitet zu sein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtreinigung und der BSAG haben unter schwierigsten Bedingungen Großes geleistet. Dafür gebührt ihnen unser ausdrücklicher Dank. Aber im Interesse aller braucht es jetzt eine ehrliche Analyse und klare Konsequenzen. Die Politik muss jetzt ihre Hausaufgaben machen, da der nächste Winter mit Schnee und Glatteis nicht weit entfernt ist.“

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