Eckhoff: „Trotz mehr Personal, weniger Service“

Verwaltung braucht Effizienz
Jens Eckhoff

Der Personalbericht der Finanzbehörde für das Jahr 2024 zeigt einen neuen Rekord: Rund 62.000 Beschäftigte arbeiten inzwischen im öffentlichen Dienst in Bremen. Allein in der Kernverwaltung kamen im vergangenen Jahr 630 Stellen hinzu, die Personalkosten steigen rasant. Dazu erklärt Jens Eckhoff, haushalts- und finanzpolitsicher Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „Der Senat Bovenschulte bläht den Staat immer weiter auf, verliert aber den Blick für die Leistung. Mehr Personal führt nicht automatisch zu besserem Service. Wer heute ein Bürgerservicecenter aufsucht, wer auf Genehmigungen wartet oder Behördenkontakte erlebt, merkt davon wenig. Das ist das eigentliche Problem.“

Die Personalausgaben liegen inzwischen bei rund 3300 Euro pro Einwohner und damit deutlich über dem Länderdurchschnitt. Gleichzeitig klagen Bürgerinnen und Bürger über lange Wartezeiten, komplizierte Verfahren und mangelnde Erreichbarkeit. „Wir brauchen eine Verwaltung, die schneller, digitaler und effizienter arbeitet. Stattdessen leistet sich Bremen als Haushaltsnotlageland unnötige Bürokratie und einen ausufernden Personalapparat. Statt immer neue Stellen zu schaffen, muss der Senat Bovenschulte endlich Strukturen vereinfachen und Prozesse verschlanken. Nicht jede Aufgabe rechtfertigt mehr Personal. Entscheidend ist, was bei den Menschen ankommt. Der Staat muss funktionieren. Nur so schafft er Zufriedenheit und an dieser wird er am Ende gemessen.“ 

Letzte News

Alle News

Die geplante Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Bremen und Bremerhaven soll um mindestens fünf Jahre auf frühestens 2032 verschoben werden. Das hat das Mobilitätsressort mitgeteilt.

Die Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten in Bremen nimmt deutlich zu. Im vergangenen Jahr wurden 784 entsprechende Delikte registriert – knapp 80 Prozent mehr als noch 2022. Marco Lübke, innenpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, erklärt: „Diese Entwicklung ist alarmierend. Wer Polizisten angreift, greift unseren Rechtsstaat an.