CDU-Fraktion will Bildungsgerechtigkeit für alle Bremer Kinder

Basiskompetenzjahr (KiBa) soll freiwilliges Kita-Brückenjahr ersetzen
Sandra Ahrens, Wiebke Winter und Yvonne Averwerser sprechen bei einer Pressekonferenz

„SPD und Bildung – stets bemüht, so lahm wie verbohrt.“ Mit deutlichen Worten kritisiert Dr. Wiebke Winter, Vorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen, den Senat Bovenschulte für seine ideen- und mutlose Bildungspolitik. Um allen Kindern im Land Bremen – unabhängig von Herkunft, Geldbeutel oder Wohnort – die nötigen Grundlagen für einen erfolgreichen Schulstart zu vermitteln, hat die CDU-Fraktion ihr neues Konzept für ein verpflichtendes Basiskompetenzjahr in der Kita (KiBa) vorgestellt.

„Bremen ist seit Jahren bundesweites Schlusslicht bei zentralen Bildungsindikatoren. Über die Hälfte der Vorschulkinder weist einen Sprachförderbedarf auf, fast 40 % unserer Jüngsten wachsen in Armut auf. Gerade dort, wo Hilfe am nötigsten wäre, findet oft keine verlässliche Förderung statt. Der Senat verwaltet das Problem, statt es zu lösen“, so Dr. Winter. „Wir sagen klar: Bremen braucht jetzt einen echten Systemwechsel. Unser Basiskompetenzjahr schafft frühzeitig, gezielt und gerecht gleiche Startchancen für alle Kinder.“

Die CDU will mit dem KiBa das freiwillige Kita-Brückenjahr ersetzen, das nur lückenhaft wirkt. Stattdessen sollen Kinder mit Förderbedarf im letzten Jahr vor der Einschulung verpflichtend an einem strukturierten Vorschulprogramm teilnehmen – mit festen Bildungszielen und professioneller Betreuung. Hier sollen zentrale Basiskompetenzen wie Sprache, Mathematik, Sozialverhalten und Motorik gezielt gefördert werden.

„Wir brauchen endlich eine frühkindliche Bildung, die allen Kindern hilft – nicht nur denen mit engagierten Eltern“, ergänzt die kinderpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Sandra Ahrens. „Mit dem KiBa durchbrechen wir endlich den Kreislauf: Bildung darf nicht länger vom Elternhaus abhängen. Deshalb schlagen wir eine gesetzliche Regelung im Bremischen Schulgesetz vor, die verbindliche Sprachstandstests, eine verpflichtende Teilnahme für förderbedürftige Kinder, behördliche Platzvergabe und klare Qualitätsstandards umfasst. Das ist keine Kür, das ist Pflicht – wenn wir es mit Bildungsgerechtigkeit ernst meinen.“

Yvonne Averwerser, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Unsere Schulen erleben jeden Tag, was passiert, wenn Kinder ohne Schulreife eingeschult werden. Lehrkräfte berichten von massiven Rückständen in Sprache, Konzentration und Motorik – das lähmt nachweislich den Unterricht und die Entwicklung der Kinder. Unser Konzept setzt genau dort an und verhindert, dass Kinder von Anfang an abgehängt werden.“

Die CDU-Fraktion fordert den Senat auf, alle notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, damit das Basiskompetenzjahr zum Kita-Jahr 2026/27 starten kann. Dazu zählen unter anderem zusätzliche Kita-Plätze, Fortbildungen für Fachkräfte und eine umfassende Elternansprache.

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