Senatorin plant Stadtentwicklungsfete über Ostern

Bodeit: Keine weiteren Steuergelder für Transformartini-Partys

Transformartini Schild

Die bremischen Steuerzahler sollen zum Abschluss der gescheiterten Verkehrsversuche in der Martinistraße noch eine große Abschiedsparty spendieren. Das sehen die Pläne von Verkehrssenatorin Dr. Maike Schaefer vor. Hartmut Bodeit, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, dazu: „Wir missbilligen die fixe Idee ausdrücklich – bis in die Osterfeiertage hinein für eine Woche sündhaft teures Tschingderassabum mit Straßensperrung. Als wir das lasen, dachten wir ernsthaft, Frau Schaefer fehle der Karneval. In den politischen Entscheidungsgremien gab es nie wirklich Zweifel, dass wir die Martinstraße auf zwei Fahrspuren zurückbauen müssen. Niemand brauchte das monatelange Verkehrschaos. Außerdem hat Bremen andere Sorgen in direkter Nähe. Bei der Entwicklung der Umgebung zum neuen Highlight Essighaus müssen wir vorankommen, die Langenstraße entwickeln, das Kontorhaus besser in die Laufwege einbinden. Transformartini darf den Steuerzahler keinen weiteren Cent kosten.“ Michael Jonitz, Deputierter für Stadtentwicklung (Stadt), ergänzt: „Verkehrstechnisch sind alle wichtigen Fragen beantwortet. Für die Innenstadtentwicklung hat Transformartini nichts gebracht, weder Impulse noch Aufenthaltsqualität. Am Ende haben die Experimente geschadet. Schlechte Kommunikation, verwirrende Straßenführungen, negative Presse. Auch den Anrainern haben Surfwelle & Co. nichts gebracht.“

Die Senatorin hatte Erziehungswissenschaftler und Theatertechniker 2020 beauftragt, ihre Straßensperrungen und Verkehrsänderungen unter dem Titel „Transformartini“ mit Events zu verschönern. Nach Schaefers Angaben bildete eine Surfveranstaltung im letzten Sommer schon den Höhepunkt. Erwachsene und Kinder konnten gegen Bezahlung auf einer künstlich erzeugten Welle über einem aufblasbaren Kissen surfen. Die mit Transformartini beauftragte Agentur begleitete das Projekt abseits zum Teil ausgefallener Aktionen auch kommunikativ, etwa bei Verkehrskonflikten durch unsachgemäß aufgestellte Poller. Zudem wurden Newsletter zur Funktionsweise von Bedarfsampeln verbreitet, die seit Jahren in vielen deutschen Städten bekannt sind. Den Steuerzahler kosten die Transformartini-Aktionen insgesamt 1,3 Millionen Euro.
 

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