Bensch: „Erhebliche Zweifel an Führungs- und Kontrollfähigkeit von GeNo-Geschäftsführung und Senatorin Bernhard“

Strukturelle Missstände in der Pathologie am Klinikum Mitte
Der Flur eines Krankenhauses

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen zweifelt nach den Antworten des Senats zu den fehlerhaften Brustkrebs-Diagnosen massiv an der Führungs- und Kontrollfähigkeit der Geschäftsführung des Klinikverbunds Gesundheit Nord (GeNo). „Das Vertrauen in den kommunalen Krankenhausträger ist durch diesen Vorgang tief erschüttert. Die nun vorliegenden Fakten zeigen ein offenkundiges strukturelles Versagen“, erklärt Rainer Bensch, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. 

Aus den Senatsantworten geht laut Medienbericht hervor, dass sich die Zahl der ärztlichen Stellen in der Pathologie des Klinikums Bremen-Mitte seit 2023 nahezu halbiert hat – bei gleichzeitig stabilem Fallaufkommen. „Wenn der Chefarzt das Haus verlässt und in der Folge rund die Hälfte der ärztlichen Stellen wegbricht, dann ist das kein Einzelfallproblem, sondern ein massives Strukturversagen“, so Bensch. „Mit einer derart ausgedünnten Personaldecke weiterzuarbeiten, ist hochriskant – und rückblickend verantwortungslos. Es geht hier immer noch um die Gesundheit von Menschen.“

Besonders kritisch sieht die CDU-Fraktion, dass die Geschäftsführung der GeNo die Verantwortung auf eine einzelne Ärztin abzuwälzen versucht. „Wer bei gleichbleibender Zahl von Befunden die ärztlichen Kapazitäten drastisch reduziert, darf sich nicht wundern, wenn Kontrollmechanismen versagen“, betont Bensch. „Es ist schlicht nicht glaubwürdig, die Schuld einer Person zuzuschieben, wenn das gesamte System unter massivem Druck stand.“

Bensch weiter: „Die entscheidende Frage lautet doch: Hätte man mit dieser Personalstruktur überhaupt so weitermachen dürfen? Oder hätte die Geschäftsführung längst die Notbremse ziehen müssen?“ Die bekannt gewordenen Abläufe ließen große Zweifel daran aufkommen, ob die GeNo-Leitung den Betrieb noch im Griff hatte.

Vor diesem Hintergrund richtet die CDU-Fraktion den Blick auf die politische Verantwortung. „Der Senat ist Gesellschafter der Gesundheit Nord. Er muss sich fragen lassen, ob die aktuelle Geschäftsführung und die Aufsichtsratsvorsitzende, Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard, in der Lage sind, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und die multiplen Krisen der GeNo zu bewältigen“, erklärt Bensch. „Wir bezweifeln das sehr.“

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