Averwerser: „Rot-Rot-Grün trägt Verantwortung für fünf Jahre Stillstand – nun müssen Taten folgen“
Zur heute vorgestellten Bildungsstrategie von SPD-Bildungssenator Mark Rackles erklärt Yvonne Averwerser, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen:
„Es ist erfreulich, dass der neue Bildungssenator zentrale Vorschläge der CDU-Fraktion aufgreift. Viele der heute vorgestellten Maßnahmen sind nicht neu – sie sind seit Jahren Teil unserer bildungspolitischen Konzepte. Schön, dass man diese Positionen jetzt endlich annimmt.“
Besonders deutlich werde das beim Thema frühkindliche Bildung. „Ein verpflichtendes Kita-Jahr für Kinder mit Sprachförderbedarf ist ein Kernpunkt der neuen Strategie. Genau das haben wir mit unserem Konzept eines verpflichtenden Kita-Basiskompetenzjahres mehrfach vorgeschlagen, zuletzt 2025 (Drs. 21/1279) – die entsprechenden Anträge wurden von Rot-Rot-Grün jedoch abgelehnt“, so Averwerser. „Bereits 2021 haben wir eine verbindliche Vorschule für Kinder mit Sprachförderbedarf gefordert (Drs. 20/980). Hätte man damals auf uns gehört, wären wir heute deutlich weiter. Stattdessen haben wir faktisch eine ganze Grundschul-Generation verloren.“
Dass nun ein verpflichtendes Vorschuljahr diskutiert werde, sei zugleich ein Eingeständnis, dass das bisherige Kita-Brückenjahr nicht wie gewünscht funktioniert habe. „Darauf haben wir immer wieder hingewiesen – während der Senat und die Koalition das Modell jahrelang als Erfolgsgeschichte verteidigt haben“, so Averwerser.
Auch weitere Punkte der Strategie trügen klar die Handschrift der CDU. „Die gezielte Förderung der deutschen Sprache, die Stärkung der Kernkompetenzen sowie ein eigenes Fach Informatik in der Sekundarstufe I – all das haben wir bereits vor Jahren gefordert“, betont Averwerser.
Gleichzeitig mahnt die CDU-Fraktion zur Nüchternheit: „Es klingt richtig, die Probleme klar zu benennen und vernünftige Lösungen vorzuschlagen. Doch beim Senat Bovenschulte haperte es bislang stets an der Umsetzung und die aktuellen Vorschläge sollen nun zunächst noch breit diskutiert werden. Dabei haben wir kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Bremen ist Schlusslicht bei Bildungsrankings, hat hohe Sprachförderquoten und die höchste Schulabbrecherquote. Herr Rackles wird sich an Ergebnissen messen lassen müssen – nicht an Ankündigungen.“