Winter: „Tatenlosigkeit ist Gefahr für unsere Gesellschaft“

Sicherheitsrisiko Clankriminalität in Bremen
Polizei-Logo auf Uniform

Medienberichten zufolge soll ein Mitarbeiter im Bundesfinanzministerium monatelang vertrauliche Informationen an einen Bremer Clan weitergegeben haben. Für Dr. Wiebke Winter, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion und Vorsitzende der Deputation für Inneres, ein weiterer Beleg dafür, dass Bremen bundesweit zu den Hotspots der Clankriminalität zählt und dass das sporadische Vorgehen von Innensenator Mäurer überhaupt keine Wirkung zeigt:

„Kriminelle Clans stellen nach wie vor für die öffentliche Sicherheit in Bremen ein großes Risiko dar. Der jetzt bekannt gewordene Bestechungsfall ist völlig inakzeptabel und zeigt, dass Bremen an der Stelle ein Problem hat. Auch wenn dies von Innensenator Mäurer und SPD-Innenpolitikern immer klein geredet wird. Das Innenressort ist seit Monaten nicht in der Lage, Fragen der CDU-Fraktion zur Clankriminalität zu beantworten. Klar ist: Die Zahl der Clankriminellen steigt stetig weiter an und die viel erwähnte Vermögensabschöpfung gelingt kaum. Es scheint, als habe sich Innensenator Mäurer bereits mit der dramatischen Situation der organisierten Kriminalität in Bremen abgefunden. Wir brauchen aber einen starken Staat, der geltendes Recht durchsetzt und konsequenter sowie effektiver gegen Clankriminalität vorgeht. Weitere Tatenlosigkeit ist eine Gefahr für unsere Gesellschaft. Über Maßnahmen, wie ein Aussteigerprogramm für Clankriminelle oder die geforderte Beweislastumkehr, müssen wir in Bremen diskutieren und uns in Berlin dafür einsetzen.“

Letzte News

Alle News

Die Abschiebeoffensive des Senats bleibt bislang vor allem eine Ankündigung: Die Zahl der Abschiebungen stagniert, während gleichzeitig immer mehr Menschen in Bremen ausreisepflichtig sind. Bis zum 30. Juni 2026 wurden 56 Abschiebungen erfolgreich durchgeführt, 72 scheiterten. Im gesamten Jahr 2025 waren es 111 erfolgreiche Abschiebungen.

Am Freitag (11. September) werden die Petenten der Petition zur Auflösung des Szenetreffs „An der Piepe“ im Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft angehört. Mehr als 2.000 Menschen haben die Petition unterstützt. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert, ihre Anliegen ernst zu nehmen und insbesondere die Zukunft des heutigen Standorts ergebnisoffen zu prüfen.