Lübke: „Rechtsbruch darf nicht toleriert werden“

Hausbesetzung in der Neustadt: CDU-Fraktion fordert sofortiges Eingreifen des Innensenators
Blaulicht eines Polizeiautos, während im Hintergrund eine Häuserzeile zu sehen ist

„Hier geht es nicht um einen harmlosen Protest, sondern um die gezielte Missachtung von Recht und Gesetz“, stellt Marco Lübke, innenpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, klar. Konkret geht es um die Besetzung eines leerstehenden Hauses in der Kornstraße durch Aktivisten. „Wer fremdes Eigentum besetzt, begeht eine Straftat und das darf der Staat nicht dulden. Der Innensenator ist jetzt gefordert, für eine schnelle Räumung zu sorgen.“ 

Lübke betont: Bremen darf kein rechtsfreier Raum sein. „Die Polizei darf nicht zum Zuschauer degradiert werden, nur weil der Eigentümer noch keine Anzeige erstattet hat. Der Senat Bovenschulte muss klarstellen: Hausbesetzungen sind kein Mittel der politischen Meinungsäußerung, sondern ein klarer Rechtsbruch.“ Lübke kritisiert die passive Haltung von Rot-Rot-Grün. „Es ist erschreckend, wie zögerlich der Innensenator reagiert. Wer solche Aktionen stillschweigend hinnimmt, schwächt das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Rechtsstaat. Bremen braucht klare Kante gegen Gesetzesverstöße, egal aus welcher politischen Richtung sie kommen“, so Lübke. 

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Die Abschiebeoffensive des Senats bleibt bislang vor allem eine Ankündigung: Die Zahl der Abschiebungen stagniert, während gleichzeitig immer mehr Menschen in Bremen ausreisepflichtig sind. Bis zum 30. Juni 2026 wurden 56 Abschiebungen erfolgreich durchgeführt, 72 scheiterten. Im gesamten Jahr 2025 waren es 111 erfolgreiche Abschiebungen.

Am Freitag (11. September) werden die Petenten der Petition zur Auflösung des Szenetreffs „An der Piepe“ im Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft angehört. Mehr als 2.000 Menschen haben die Petition unterstützt. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert, ihre Anliegen ernst zu nehmen und insbesondere die Zukunft des heutigen Standorts ergebnisoffen zu prüfen.