Zur Vertiefung des Innenstadtkonzeptes

Strohmann: „Und wieder eine teure Schleife, ohne dass etwas passiert“

Innenstadt

Die Senatorin für Stadtentwicklung hat ein weiteres Beteiligungsverfahren zur „Vertiefung des Innenstadtkonzeptes“ ins Leben gerufen. Der zuständige Sprecher der CDU-Fraktion Heiko Strohmann fragt, warum der Senat nach zahlreichen Beteiligungsrunden nicht endlich ins Handeln kommt und stattdessen Geld für ein Berliner Beratungsunternehmen ausgibt.

Es ist Monate her, dass der Senat die Innenstadtentwicklung zur Chefsache erklärte und den Innenstadtgipfel einberief. Zahlreiche Expertinnen und Experten wurden gehört, die Oppositionsparteien haben ihre Vorschläge in Positionspapiere gefasst, die Bremerinnen und Bremer äußerten ihre Meinungen in sozialen Netzwerken und Kommentaren an die lokalen Medien. „Nach all dem gibt Frau Dr. Schaefer dem Kind nun wieder einen neuen Namen – Strategie Bremen Centrum 2030 – und ruft ein erneutes Beteiligungsverfahren aus, um das sich zudem ein Berliner Planungsbüro kümmern soll“, sagt Heiko Strohmann. „Das ist ein solches Armutszeugnis für den Bremer Senat, dass man es kaum in Worte fassen kann. Wir brauchen keine neue Abstimmungsschleife und Planungsbüros, wir müssen jetzt umsetzen! Sonst können wir die Innenstadt vor 2030 komplett schließen.“

Unzählige Ideen liegen laut Strohmann bereits auf dem Tisch. So plädiert die CDU-Fraktion schon seit 2012 für mehr Wohnraum und Aufenthaltsqualität in der Innenstadt durch neue Wege-Lauf-Beziehungen oder die Umgestaltung des Domshofs. „Vor allem müssen wir die Aufenthaltsqualität auch durch eine neue Fußgängerfreundlichkeit steigern“, so Strohmann. „Das bedeutet für uns, das Parkhaus Mitte endlich zu schließen und die Carl-Ronning- sowie die Knochenhauerstraße zur grünen Fußgängerzone umzugestalten.“

Das könne auch testweise erfolgen – ähnlich wie bei der Martinistraße. Und auch aus der Obernstraße hätte man die Straßenbahn längst testweise einmal verlegen können. „Wir müssen endlich anfangen, Dinge auszuprobieren und umzusetzen, statt den Haushalt weiterhin mit Abstimmungsschleifen zu belasten und die Innenstadt ausbluten zu lassen“, sagt Strohmann. „Das Geld ist so knapp wie nie und wir verschwenden es für Planungsbüros – das ist Wahnsinn.“


 

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