Umbau des Areals Kaufhof-Karstadt-Parkhaus-Mitte gescheitert

Strohmann: Jetzt rächen sich die City-Fehler des Senats

Fraktionsvorsitzender Heiko Strohmann

Die endgültig gescheiterten Pläne zur Erneuerung des Gebäude-Komplexes Kaufhof-Karstadt-Parkhaus-Mitte sind logische Konsequenz einer Kette schwerer politischer Fehler. Heiko Strohmann, Fraktionsvorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion, übt scharfe Kritik an der Regierung Bovenschulte: „Der Senat hat über Jahre keine städtebaulichen Ideen für das Areal vorgelegt, obwohl von Anfang an klar war, dass es ein Werkstattverfahren geben wird. Niemand in der Stadt weiß, was der Senat an dieser zentralen Stelle der Stadt eigentlich möchte. Soll dort neben Gewerbe und Gastronomie beispielsweise auch Wohnen und Kultur möglich werden und welche Wegebeziehungen soll es zukünftig geben? Der Bürgermeister und die Bausenatorin zeigen erneut, wie ideen- und mutlos sie bei der so wichtigen Innenstadtentwicklung sind. Die CDU hat immer gesagt, dass die Stadt bereit sein muss, eigene Mittel in die Hand zu nehmen. Der Innenstadt-Fonds mit 10 Millionen Euro wäre eine Chance gewesen. Stattdessen hat man damit Werbeflyer gedruckt, unnütze Gerüste auf dem Domshof aufgestellt und Spektakel ohne Besucher an der Martini-Straße veranstaltet. All diese City-Fehler des Senats rächen sich jetzt und unsere Innenstadt blutet weiter.“

Seit 2014 regt die CDU-Bürgerschaftsfraktion den Abriss des Parkhauses Mitte an und forderte den Senat immer wieder auf, die planerischen und rechtlichen Möglichkeiten zu schaffen. Auch unter Fachleuten ist die zentrale Bedeutung des Parkhaus-Abrisses zur Entwicklung des Komplexes Kaufhof-Karstadt völlig unstrittig. „Wir stehen vor einem Scherbenhaufen, der voll auf das Konto des linken Senats geht. Nicht zum ersten Mal: Wir erinnern uns an den Rückzug des Investors beim Lloyd-Hof, an den peinlichen Auftritt des Rathauses gegenüber Investoren und Architekten für das ehemalige Sparkassen-Gelände am Brill. Nicht vergessen sollten wir das brandaktuelle Trauerspiel um die zugesagten 40 Millionen Euro Bundesmittel für die Sanierung der Glocke und eine Neugestaltung der Straßenbahn zwischen Domsheide und Balgebrückstraße.“
 

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