Strohmann: „Die betroffenen Frauen dürfen nicht länger hingehalten werden“
Neun Monate nach Bekanntwerden der Brustkrebs-Fehlbefunde am Klinikum Bremen-Mitte warten die 34 betroffenen Patientinnen weiterhin auf Klarheit über mögliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldzahlungen. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hat deshalb für die kommende Gesundheitsdeputation einen Bericht zum aktuellen Stand der Regulierung angefordert.
„Diese Frauen haben aufgrund falscher Befunde teilweise belastende Therapien erhalten, die medizinisch gar nicht notwendig gewesen wären. Ihnen wurde anschließend umfassende Unterstützung zugesagt. Dass neun Monate später offenbar noch in keinem einzigen Fall die Haftung anerkannt und kein Schadensersatz oder Schmerzensgeld gezahlt wurde, ist für die Betroffenen kaum nachvollziehbar“, erklärt Heiko Strohmann, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion und Vorsitzender der Deputation für Gesundheit und Verbraucherschutz. „Statt ihnen weitere Verfahren, Kosten und Anstrengungen zuzumuten, müssen GeNo und Gesundheitsbehörde jetzt alles daransetzen, schnellstmöglich Klarheit zu schaffen.“
Die CDU will deshalb unter anderem wissen, wann mit einer Anerkennung der Haftung und ersten Zahlungen zu rechnen ist, warum bisher die Haftung in keinem einzigen Fall anerkannt wird, welche Unterstützung die Frauen seit November 2025 tatsächlich erhalten haben und wie die GeNo verlorenes Vertrauen zurückgewinnen will.
Strohmann: „Die betroffenen Frauen haben bereits genug durchgemacht. Sie haben jetzt Anspruch auf Transparenz, Verlässlichkeit und einen fairen Umgang. Wir erwarten, dass GeNo und Gesundheitsbehörde ihrer Verantwortung gerecht werden.“