Raschen: „Ausfall der Klappbrücke ist ein schwerer Schlag für Bremerhaven“

Wochenlange Reparaturen
Thorsten Raschen

Der angekündigte Ausfall der Klappbrücke im Neuen Hafen sorgt bei Thorsten Raschen, Bremerhavener Abgeordneter und hafenpolitischer Sprecher (Land) der CDU-Bürgerschaftsfraktion, für scharfe Kritik. „Das ist eine Katastrophe – für die Wirtschaft vor Ort, für die Hafenbetriebe, aber auch für Anwohner.“

Die kurzfristig angekündigten Bauarbeiten treffen ausgerechnet den Beginn der touristischen Saison. „Gerade für Betreiber von Hafenrundfahrten, Unternehmen im Hafen und touristische Angebote kommt diese Sperrung zur denkbar schlechtesten Zeit“, so Raschen. „Wenn Schiffe mehrere Wochen die Brücke nicht passieren können, hat das massive wirtschaftliche Auswirkungen.“

Für Raschen zeigt sich nun deutlich, dass sich die Verzögerungen beim Neubau der Drehbrücke über den Verbindungshafen rächen. „Wir haben immer wieder darauf hingewiesen: Die Abhängigkeit von der Klappbrücke ist viel zu groß. Fällt sie aus, ist die Columbusinsel mit wichtigen Unternehmen und dem Kreuzfahrtterminal praktisch abgeschnitten. Genau diese Situation droht jetzt.“

Besonders kritisch sieht der CDU-Abgeordnete, dass die Betroffenen offenbar erst sehr kurzfristig von der Hafenmanagementgesellschaft bremenports über die Arbeiten informiert wurden. „Dass Unternehmer, Hafennutzer und Anwohner nur wenige Tage vorher von einer mehrwöchigen Sperrung erfahren, ist völlig unzureichend. Solche Eingriffe müssen frühzeitig kommuniziert und abgestimmt werden.“

Er fordert, eine Anpassung des Zeitplans zu erwägen. „Es muss geprüft werden, ob sich die Sanierungsarbeiten nicht zumindest teilweise in den Herbst verschieben lassen“, so Raschen. „Bremerhaven braucht eine funktionierende Hafeninfrastruktur – und vor allem endlich Fortschritte beim Neubau der Drehbrücke.“

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