Wohnungsbauprojekte in Bremen-Nord

Neumeyer: Sozialquote im Bau stadtweit steigern

Silvia Neumeyer, baupolitische Sprecherin

Wenn Bremen den Anteil neuer Sozialbauwohnungen erhöhen möchte, muss dies ausgewogen in allen Stadtteilen geschehen. Silvia Neumeyer, baupolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, sagt: „Gute Stadtentwicklung und integrierende Quartiersentwicklung setzen auf eine sozial ausgewogene Durchmischung. Über die schwerwiegenden städtebaulichen Fehler vor allem der 70er Jahre herrscht eigentlich Einigkeit. Deswegen müssen wir schon am Anfang, nämlich beim Wohnungsbau, auf Vielfalt achten. Menschen mit unterschiedlichem Geldbeutel, unterschiedlicher Herkunft und verschiedenen Interessen brauchen gute Wohnungsangebote mit verschiedenen kulturellen, sozialen und sportlichen Angeboten in nächster Nähe. Und die Versorgung muss sichergestellt sein. Eindimensionale Wohnverdichtung mit hohen Wohnraumförderquoten waren zentrale Fehler der 70er Jahre. Diese Fehler dürfen wir, so groß der Druck im Wohnungsmarkt momentan auch ist, auf keinen Fall wiederholen. Denn Anschluss und Teilhabe in unserer Gesellschaft schaffen wir dadurch, dass wir verschiedene Menschen auch und gerade im Stadtteil zusammenbringen.“

Bremens Bausenatorin Dr. Maike Schaefer hatte sich in jüngster Zeit wohlwollend zu Ideen für gleich mehrere verdichtete Wohnungsbauprojekte in Bremen-Nord – etwa zum Haven-Höövt und der Strandlust – geäußert. Bei Verdichtung mit mehr als 20 Wohneinheiten greift die Sozialwohnungsquote von 30 Prozent. Auch die Grohner Düne ist in diesem Zusammenhang zu sehen. Schäfer zeigte sich offen für massive Wohnverdichtung in Lagen, die seit über hundert Jahren für die Bremerinnen und Bremer attraktive Orte der Begegnung waren. Neumeyer weiter: „Kulturelle Mittelpunkte und feste Anker der Stadtgeschichte müssen wir notfalls auch wiederbeleben, anstatt sie durch massive Wohnblöcke verschwinden zu lassen. Als CDU haben wir uns nicht gegen eine stadtweite Zielmarke von 30 Prozent Sozialwohnungen ausgesprochen. Doch vor Ort muss das Wohnumfeld immer mitbetrachtet werden, vor allem, wenn dort schon deutlich höhere Quoten für soziale Mietpreisbindungen vorhanden sind. Und wenn im Umfeld gleich mehrere große Investorenprojekte fast zeitgleich anstehen, darf der Senat nicht versuchen, auf diesem Weg seine anderswo schwächelnde Bilanz aufzupolieren.“

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