Jonitz: „Wir brauchen endlich einen klaren Zeitplan und einen konkreten Rahmen für den Neubau“
Die CDU-Bürgerschaftsfraktion kritisiert den Umgang des Senats Bovenschulte mit der Zukunft der Bürgermeister-Smidt-Brücke und der Bremer Brückeninfrastruktur insgesamt. „Dass jetzt ein Gutachten für rund zwei Millionen Euro beauftragt wird, ist grundsätzlich richtig. Aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nach wie vor weder einen klaren Zeitplan noch konkrete Pläne für den dringend notwendigen Neubau gibt, sondern nur die schon altbekannten Absichtserklärungen“, erklärt Michael Jonitz, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.
Angesichts der zentralen Bedeutung der Brücke für die Stadt sei das Vorgehen des Senats nicht nachvollziehbar. „Täglich nutzen rund 60.000 Menschen diese Brücke – für Pendler, Wirtschaft und den gesamten Verkehr ist sie eine Lebensader. Umso unverständlicher ist es, dass weiterhin keine belastbare Perspektive vorliegt, weder inhaltlich noch zeitlich“, so Jonitz. Besonders kritisch sieht er die genannten Zeiträume für einen Neubau. „Ein 6-Jahres-Zeitfenster für eine mögliche Fertigstellung zu nennen, zeigt, dass der Senat hilflos und mit dem Problem überfordert ist. So ist ein Fertigstellungstermin im Jahr 2032 unseriös, wo noch nicht mal der Rahmen für den Brückenbau bekannt und gesetzt wurde. Ob das Jahr 2038 beim derzeitigen Schneckentempo des Senats erreicht wird, steht ebenfalls in den Sternen.“
Für Jonitz ist klar: „Gutachten allein reichen nicht. Parallel dazu müssen längst die Rahmenbedingungen für den Neubau definiert, ein professionelles Projektmanagement aufgesetzt und die nächsten Planungsschritte vorbereitet werden. Stattdessen passiert viel zu wenig und vor allem viel zu langsam.“
Zudem sei völlig offen, wie die Umsetzung konkret erfolgen solle. „Wer plant und realisiert den Neubau, wenn die Ergebnisse des Gutachtens vorliegen? Schon heute fehlt es an Fachpersonal für solche Großprojekte. Auch hier bleibt der Senat Bovenschulte jede Antwort schuldig“, kritisiert Jonitz.
Für die CDU-Fraktion steht fest: Bremen braucht endlich eine klare, verbindliche Strategie für seine Brücken – mit Prioritäten, Zeitplänen und ausreichend personellen Ressourcen. Unterwegs in Bremen, sicher und verlässlich.