Hornhues: „Wir brauchen eine Arbeitsmarktpolitik, die qualifiziert statt verwaltet“

Arbeitslosenzahl im Land Bremen erneut gestiegen
Bettina Hornhues

Die Arbeitsmarktzahlen für das Jahr 2025 sind aus Sicht der CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen ein deutliches Warnsignal. Mit durchschnittlich rund 43.300 Arbeitslosen und einer Quote von 11,5 Prozent verzeichnet das Land den höchsten Wert seit 2011 – und bleibt damit bundesweit trauriger Spitzenreiter. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist wieder gestiegen.

„Diese Zahlen sind kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger struktureller Versäumnisse“, erklärt Bettina Hornhues, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion. „Arbeitslosigkeit verfestigt sich zunehmend. Wer den Anschluss verliert, findet viel zu selten zurück in den Arbeitsmarkt.“

Die Ursachen sind aus Sicht der CDU klar: Bremen hat die höchste Schulabbrecherquote bundesweit – mehr als jeder zehnte Jugendliche verlässt die Schule ohne Abschluss. Rund ein Drittel der 25- bis 34-Jährigen hat keine formale Berufsqualifikation. Gleichzeitig ist Bremen Schlusslicht bei der Erwerbsquote von Frauen. „Das ist eine gefährliche Kombination für unseren Arbeitsmarkt“, so Hornhues.

Die CDU fordert deshalb einen grundlegenden Kurswechsel. „Wir müssen deutlich früher ansetzen“, betont Hornhues. Dazu gehören bessere Schulbildung und Berufsorientierung, etwa durch ein verpflichtendes Vorschuljahr für Kinder mit Sprachdefiziten, ein Schulfach Berufsorientierung an den Oberschulen sowie eine engere Zusammenarbeit von Schulen, Agentur für Arbeit, Jugendberufsagentur, Kammern und Betrieben.

Zugleich müsse die betriebliche Ausbildung gestärkt werden – durch bessere Kooperationen und eine verlässliche Finanzierung der überbetrieblichen Ausbildung. Arbeitssuchende müssten gezielter qualifiziert und vermittelt werden, etwa durch mehr Kompetenzfeststellungen, einen stärkeren Fokus auf abschlussbezogene Weiterbildungen und die Wiedereinführung des bremischen Qualifizierungsbonus.

„Bremen braucht weniger Verwaltung und mehr Wirkung“, so Hornhues abschließend. „Alle arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen müssen auf den Prüfstand. Unser Ziel ist klar: weniger Arbeitslosigkeit, mehr Qualifikation und echte Chancen auf dauerhafte Beschäftigung.“

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