Ausbildungsunterstützungsfonds?

Grobien: Zwangsabgabe für Unternehmen schafft keine Ausbildungsplätze

Auszubildende

Nie zuvor waren mehr Lehrstellen zum Ausbildungsstart frei als in diesem Jahr. Dass die Wirtschaft in Bremen und Bremerhaven zu wenig Ausbildungsplätze anbiete, ist mithin ein politisches Märchen von Rot-Grün-Rot, klärt CDU-Wirtschaftsexpertin Susanne Grobien auf und kritisiert die Idee von Rot-Grün-Rot für einen sogenannten Ausbildungsunterstützungsfonds: „1.500 Lehrstellen konnten die Unternehmen in Bremen und Bremerhaven nicht besetzen. Der wesentliche Grund: Über 600 Schulabgänger haben keinen Abschluss, weitere sind dennoch nicht ausbildungsfähig. Seit Jahren bekommt der SPD-geführte die wachsende Misere nicht in den Griff. Kurz vor der Wahl versucht Rot-Grün-Rot das Problem jetzt den Unternehmen in die Schuhe zu schieben, indem sie eine Zwangsabgabe gegen Firmen verhängt. Damit will die linke Koalition nur ihr eigenes Versagen im staatlichen Schulsystem verschleiern. Das Geld der Unternehmen will sie für zusätzliche Maßnahmen, die es längst gibt, öffentlichkeitswirksam finanzieren. Das haben bereits die Kammern und Verbände deutlich aufgezeigt. Diese Zwangsabgabe schafft aber keinerlei neue Ausbildungsplätze, sie wird auch nicht jene Qualifizierung junger Menschen nachholen, die linke Bildungspolitik strukturell seit Jahren versäumt. In Wahrheit ist die Abgabe eine rot-grün-rote Zweckentfremdung für mehr finanzielle Manövriermasse. Entsprechend fordern wir die Regierungsfraktionen auf, ihr wirkungsloses Vorhaben sofort zu stoppen.“

In ihrem Dringlichkeitsantrag zur Bürgerschaft (Landtag) drängen die Christdemokraten überdies darauf, den Unterrichtsausfall und den fachfremd erteilten Unterricht in den allgemeinbildenden Schulen zu reduzieren und die Angebote der Berufsorientierung in schulischen und außerschulischen Lernorten unter Einbindung von Praktikern aus der Wirtschaft und der Eltern zu stärken. Grobien dazu: „Statt einer Zwangsabgabe müssen wir die Übergänge zwischen Schule, Ausbildung und Beruf durch systematisches Übergangsmanagement unter dem bestehenden Dach der Jugendberufsagentur weiter verbessern. Wir brauchen gemeinsame Vermittlungsaktionen, aufsuchende Beratungsangebote und eine koordinierte Zusammenarbeit mit den Kammern und Verbänden. Wir müssen Jugendliche zielgruppengerechter ansprechen und für diejenigen mit Problemen abschlussbezogene Instrumente wie die Bremer Berufsqualifizierung und Einstiegsqualifizierung ausbauen, statt sie in teuren und ineffektiven außerbetrieblichen Ausbildungen zu parken. Und schließlich müssen wir so ehrlich sein und sämtliche Maßnahmen systematisch auf Wirksamkeit und Erfolg überprüfen.“

Link zum Antrag: https://www.bremische-buergerschaft.de/drs_abo/2022-10-12_Drs-20-1637_0993b.pdf
 

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