Dr. Winter/Averwerser: „Schule ist für viele Schüler zum Belastungsraum geworden – wir müssen gegensteuern“

Positionspapier zur psychischen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern
Yvonne Averwerser, Wiebke Winter und Sebastian Oldenborg bei der Pressekonferenz der CDU-Fraktion (v.r.)

„Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen gehört ins Zentrum der Bildungspolitik“, sagt Dr. Wiebke Winter, Vorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion. „Immer mehr junge Menschen leiden unter Stress, Ängsten und Zukunftssorgen. Auch im Land Bremen sehen wir: Belastungen nehmen zu, während Unterstützungssysteme zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Wir müssen psychische Gesundheit ernst nehmen und gerade unsere Kinder und Jugendlichen stärker unterstützen.“

Aktuelle Ergebnisse, wie die der COPSY-Studie und des Deutschen Schulbarometers, zeigen, dass rund ein Drittel der Kinder und Jugendlichen psychisch belastet ist. Zudem berichtet mehr als jeder fünfte Schüler im Land Bremen von Belastungen durch Abwertung und Ausgrenzung in den sozialen Medien, wie eine Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der CDU-Fraktion (Drs. 21/1720) darlegt. Gleichzeitig wird Schule für viele zunehmend zum Belastungsraum. „Wir müssen jetzt handeln und gegensteuern, um langfristige negative Folgen für die persönliche Entwicklung und das psychische Wohlergehen zu verhindern“, so Dr. Winter. „Deshalb müssen wir insbesondere die schulpsychologische Versorgung deutlich ausbauen und die vorhandenen 17 Stellen in der Stadtgemeinde Bremen mindestens verdoppeln.“

Mit ihrem Positionspapier „Hinsehen, handeln, helfen: Psychische Gesundheit von Bremer Schülerinnen und Schülern stärker in den Fokus rücken“ (s. Anhang) legt die CDU-Bürgerschaftsfraktion konkrete Vorschläge vor.

„Wir brauchen mehr Prävention, mehr Unterstützung im Alltag und stärkere Strukturen für den Ernstfall“, erklärt Yvonne Averwerser, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. „Dazu gehört, Lehrkräfte als psychologische Ersthelfer zu qualifizieren, die Krisenteams der ReBUZ gezielt zu stärken und Schulsozialarbeit flächendeckend an allen weiterführenden Schulen auszubauen – auch an Gymnasien.“ 

Ergänzend setzt die CDU-Fraktion auf präventive Ansätze im Unterricht. „Mit einem Pilotprojekt für ‚Glücksunterricht‘ wollen wir psychische Resilienz und soziale Kompetenzen stärken, bevor Krisen entstehen. Dabei geht es darum, Kindern und Jugendlichen Fähigkeiten wie Selbstvertrauen, Stressbewältigung und den Umgang mit Herausforderungen systematisch zu vermitteln“, so Averwerser.

Für die CDU-Fraktion steht fest: „Wir müssen hinschauen, handeln und helfen – damit Schule für viele vom einem Belastungsraum wieder zu einem geschützten Lernort wird, an dem sich alle Kinder und Jugendliche gleichermaßen wohlfühlen und hierdurch gesund entwickeln können“, betont Dr. Winter.

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