Dr. Winter/Averwerser: „Leistung muss ein Kernbestandteil unseres Bildungssystems bleiben“

Bremer Bildungspolitik
Schüler heben im Unterricht den Arm

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen bekennt sich klar zum Leistungsgedanken in der Bildungspolitik. „Fördern allein reicht nicht. Nur im Gleichklang mit klaren Anforderungen und verlässlichen Strukturen verbessern wir die Bildungsqualität nachhaltig“, erklärt Fraktionsvorsitzende Dr. Wiebke Winter. „Wer Anforderungen immer weiter absenkt, hilft am Ende niemandem – am wenigsten den Bremer Schülerinnen und Schülern.“

Mit Blick auf die Positionierung der Bremer Grünen zeigt sich Dr. Winter konsterniert: „Es ist ein schlechtes Zeichen, dass es innerhalb des hiesigen Landesverbands offenbar nur noch vereinzelte Stimmen der Vernunft gibt, welche die Realität in unseren Schulen anerkennen. Wir wollen ein Bildungssystem, das die Stärken jedes Einzelnen in den Blick nimmt. Wir wollen, dass jeder seine Talente entwickeln kann. Stark wird nur, wer auch immer wieder gefordert wird, wer zeigen darf, was in ihm oder ihr steckt. Die Bremer Schülerinnen und Schüler haben ein riesiges Potential, was durch die derzeitige Bildungspolitik nicht gehoben wird. Dr. Matthias Güldner hat daher zu Recht darauf hingewiesen, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler in Bremen und Bremerhaven Mindeststandards bei den Kernkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen nicht erreichen und wir trotz hoher Ausgaben bei den schulischen Vergleichsergebnissen der Bundesländer deutlich hinterherhinken.“ Umso bedauerlicher sei es, dass sich die Partei mehrheitlich gegen einen klaren innerschulischen Leistungsgedanken gestellt habe. „Die Grünen rücken auch auf diesem Politikfeld immer weiter nach links, indem sie sich zunehmend von einem pragmatischen, faktenbasierten Ansatz in der Bildungspolitik verabschieden.“

Für die CDU-Fraktion steht fest: „Bildungspolitik im Land Bremen darf nicht ideologisch getrieben sein, sondern muss sich an empirischen Daten und Fakten orientieren – und die sind in Bremen seit Jahren nachweislich alarmierend negativ. Die Bildungspolitik des Senats Bovenschulte ist gescheitert“, sagt Dr. Winter.

Die CDU-Fraktion bekennt sich ausdrücklich zum Bremer Konsens zur Schulentwicklung und damit zum zweigliedrigen Schulsystem mit starken Gymnasien. „Diese Strukturen haben sich bewährt. Wer jedoch immer letzter bei nationalen Leistungsvergleichen ist, verbessert dies nicht, indem er den Leistungsgedanken abschafft. Zudem wird so die nachweislich unzureichende Qualität unseres Bremer Bildungssystems sicher nicht verbessert“, ergänzt Yvonne Averwerser, bildungspolitische Sprecherin.

Averwerser abschließend: „Wir wollen eine endlich eine Bildungspolitik, die jedem Kind auf Grundlage seines individuellen Leistungsvermögens echte Chancen eröffnet.“ Dazu gehörten etwa verbindliche Sprachstandtests spätestens ab dem vierten Lebensjahr, ein verpflichtendes Kita-Basiskompetenzjahr für Kinder mit Förderbedarf, konsequente Sprachförderung sowie ein klarer Fokus auf die Kernkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen.

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