Dr. Winter/Averwerser: „Kurswechsel in der Bildungspolitik ist längst überfällig“
Die CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen begrüßt ausdrücklich das heute vorgestellte gemeinsame Positionspapier der Handelskammer und der Handwerkskammer Bremen zur Verbesserung der Bildung im Land. „Die Kammern bringen es auf den Punkt: Bildung ist einer der entscheidenden Standortfaktoren für die wirtschaftliche Zukunft Bremens – und genau hier liegen unsere größten Defizite“, erklärt Dr. Wiebke Winter, Vorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion.
Dass Bremen bei länderübergreifenden Bildungsrankings seit Jahren Schlusslicht ist, sei alarmierend. „Wenn rund jeder zehnte Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlässt und der Bildungserfolg stärker als in jedem anderen Bundesland vom Elternhaus abhängt, ist das ein Alarmsignal“, so Dr. Winter. „Die Kammern benennen, was schiefläuft: Sprachdefizite, Unterrichtsausfälle, schwache Leistungen in Deutsch und Mathematik sowie eine unzureichende Berufsorientierung. Diese Einschätzung teilen wir uneingeschränkt.“
Yvonne Averwerser, bildungspolitische Sprecherin, betont: „Die Forderungen der Kammern decken sich nahezu vollständig mit dem, was wir als CDU seit Jahren fordern.“ Dazu gehörten verbindliche Sprachtests ab dem vierten Lebensjahr, eine deutlich stärkere frühkindliche Förderung, ein klarer Fokus auf die Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen sowie eine systematisch verankerte Berufsorientierung. „Mit unserem Konzept eines verpflichtenden Basiskompetenzjahres vor der Einschulung und unseren Bildungspapieren haben wir genau diese Punkte in der jüngeren Vergangenheit bereits konkret ausgearbeitet und der Bremischen Bürgerschaft zur Beschlussfassung vorgelegt“, so Averwerser. SPD, Linke und Grüne hätten aber sowohl die Forderung nach Erteilung einer zusätzlichen Deutschstunde in der Grundschule, wie auch das Basiskompetenzjahr, was in etwa mit dem Hamburger Modell einer Vorschule vergleichbar wäre, abgelehnt.
„Das Positionspapier der Kammern zeigt einmal mehr, wie überfällig ein Kurswechsel in der Bremer Bildungspolitik ist“, ergänzt Dr. Winter. „SPD und Bildung – das ist stets bemüht, so lahm wie verbohrt. Bremen braucht endlich eine Bildungspolitik, die sich an den realen Anforderungen orientiert. Es geht dabei nicht nur um den Wirtschaftsstandort, sondern vor allem um die Zukunft unserer Kinder. Bildungsgerechtigkeit heißt: Jedes Kind muss die gleichen Chancen auf gute Bildung haben – unabhängig von Herkunft, Wohnort oder Elternhaus.“