Zu den Ergebnissen der Lernausgangslagenerhebungen (LALE)
Yvonne Averwerser

Jedes Jahr wieder ist das Ergebnis der Lernstandserhebungen an Bremer Schulen ernüchternd, 2020 erreichten 42 Prozent der getesteten Fünftklässler nicht den Mindeststandard. Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion Yvonne Averwerser fordert, endlich Schlüsse daraus zu ziehen und proaktive Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Im Zusammenhang mit den bekanntgewordenen Ergebnissen der sogenannten Lernausgangslagenerhebungen (LALE) erklärt die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Yvonne Averwerser: „Die LALE-Testergebnisse sollten jetzt vor allem diejenigen wachrütteln, die sich in Bremen angesichts der zweifellos positiven Meldungen in Bezug auf die Beschaffung mobiler Endgeräte und den digitalen Unterricht in unseren Schulen bereits als bildungspolitischen Musterschüler sahen. Die Wissensvermittlung und das hieraus resultierende Leistungsvermögen unserer Schülerinnen und Schüler bildet nach wie vor eine andere Realität ab: Ein signifikanter Teil der Bremer Schülerinnen und Schüler weist in den Kernfächern Deutsch und Mathematik eklatante Defizite auf.“

Erschreckend sei dabei, dass sich dieser Trend scheinbar noch verstärkt habe – und zwar losgelöst von den Corona-bedingten Herausforderungen und Erschwernissen innerhalb des Bremer Bildungssystems. Für Averwerser ist klar, dass es für die Schulen von Seiten der Bildungsbehörde spätestens jetzt mehr brauche, als eine bloße Auswertung und Präsentation der jeweiligen Ergebnisse. „Wir alle haben uns diese ungeschönte Offenlegung von schulischen Leistungen gewünscht“, meint Averwerser. „Jetzt müssen wir zeitnah und gemeinsam mit den beteiligten Schulen die richtigen Schlüsse aus den Ergebnissen ableiten. Nur so können wir Unterrichtskonzepte sowie die didaktische Vorgehensweise entsprechend passgenau für jede Schule nachjustieren.“

Diese Aufgabe könne aber auf keinen Fall bei den Schulleitungen abgeladen werden. Man habe sich in Bremen exakt für diese Tätigkeit in einem parteiübergreifenden Konsens bereits auf die Einrichtung des sogenannten Qualitätsinstituts nach Hamburger Vorbild, dem IQHB, verständigt. Trotz anderslautender Bekundungen der Senatorin für Kinder und Bildung sei der Ausgründungsprozess aber scheinbar noch immer nicht abgeschlossen. „Ich erwarte von Frau Senatorin Dr. Bogedan, dass sie dieses entscheidende bildungspolitische Projekt nun endlich finalisiert und die Schulen damit die dringend benötigte zusätzliche Unterstützung erfahren“, so Averwerser abschließend.

 

 

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