Zur Freigabe von Mitteln für Selbsttests in Bremer Schulen

Averwerser: „Testen ja, aber mit der richtigen Strategie“

Kinder in Schule mit Maske

Im Umlaufbeschluss hat die Deputation für Kinder und Bildung heute die Mittelfreigabe für eine Million Schnelltests für Bremer Schülerinnen und Schüler bewilligt. Die Deputierten der CDU-Fraktion haben sich enthalten und fordern eine klare Strategie von Senatorin Bogedan.

Am Rande der Bürgerschaft wurde im Eilverfahren beschlossen, Mittel für eine Million Schnelltests aus dem Bremen-Fonds bereitzustellen. Sie sollen in den nächsten Wochen im Schulbetrieb eingesetzt werden. Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Yvonne Averwerser hält breit aufgestellte Testungen für hilfreich – vorausgesetzt, sie folgen einer klaren Strategie.

„Die Vorlage der Senatorin zur Bewilligung dieser 3,72 Mio. Euro ist reichlich dünn“, sagt Averwerser. Es sei in keiner Weise geklärt, wo wie viele Tests zum Einsatz kommen sollen, wer sie durchführen muss und ob dies auf freiwilliger oder verordneter Basis passieren wird. „Die Organisation ist völlig unklar. Insofern können wir auch anhand dieser Vorlage nicht sagen, ob diese Maßnahme am Ende eine strategiegeleitete und daher sinnvolle Ergänzung zum Schutz von Lehrkräften und Kindern ist. Das war bereits das Problem am Ende der Weihnachtsferien, wo die Testungen de facto ins Leere liefen, da die Teilnahme zu gering ausfiel“, meint Averwerser.

Grundsätzlich ersetze diese Maßnahme aber auch nicht die aus Sicht der CDU-Fraktion notwendigen Schutzmaßnahmen in Bremer Schulen. „Wir sind nach wie vor der Meinung, dass eine Rückkehr zu Unterricht in vollbesetzten Klassen ohne Abstandsmöglichkeiten und Hygienemaßnahmen wie dem Tragen von Schutzmasken zu diesem Zeitpunkt fahrlässig ist. Wie der Landesverband der Grundschulen, die GEW, der Personalrat Schulen und weite Teile der Elternschaft plädieren wir für ein verbindliches Wechselmodell, um Schulmitarbeiter, Kinder und Eltern wirklich zu schützen.“

Ein weiterer wichtiger Punkt, der noch zu klären ist: Bisher taucht Bremerhaven in der Vorlage gar nicht auf. „Bremerhaven wurde das Angebot von Testungen bisher nicht einmal unterbreitet“, sagt Averwerser. „Das kann nicht sein. Bremerhaven hat sich zwar für eine andere Strategie im Umgang mit Schulöffnungen entschieden, aber es muss doch wenigstens ein Angebot geben. Schließlich können Testungen am Ende wie gesagt nur eine sinnvolle Ergänzung sein – auch zusätzlich zur Bremerhavener Strategie.“

Da die Testungen ohnehin erst Mitte März und damit zeitnah zur nächsten Sitzung der Bildungsdeputation vorliegen sollen, bereitet die CDU-Fraktion einen umfassenden Fragenkatalog zur Teststrategie der Bildungssenatorin vor. 

 

 

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