Averwerser: „Mangelhafte Planung zulasten der Kinder“

Ganztagsangebot in Bremen lückenhaft
Eine Lehrkraft betreut Schüler an einem Tisch

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen sieht sich durch die aktuelle Berichterstattung zur Ganztagsbetreuung in Bremen in ihrer Kritik bestätigt. „Der Senat ist sehenden Auges in diese Situation hineingelaufen. Schon das im Sommer vorgelegte Konzept zum Ganztagsausbau war so unkonkret, dass klar war, dass es beim Start des Rechtsanspruchs Probleme geben wird“, erklärt Yvonne Averwerser, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. Nicht umsonst kritisiere der erst jüngst vorgelegte Jahresbericht des Bremer Rechnungshofs dezidiert die „späte und unzureichende, damit also mangelhafte Planung des Ganztagsangebots“ (vgl. Jahresbericht 2026 Stadt, Seite 44, Tz. 152).

Besonders kritisch bewertet die CDU-Fraktion den Wegfall von Hortplätzen zum kommenden Schuljahr (vgl. Drs. 21/675 S). „Es sollen laut Planungen des Senats über 550 Plätze wegfallen – und das ausgerechnet auch in Stadtteilen, die ohnehin schon vor großen sozialen Herausforderungen stehen“, so Averwerser. „Ich gehe davon aus, dass der Senat die Betreuung für die ersten beiden Klassen irgendwie organisiert bekommt. Aber für die dritten und vierten Klassen wird es eng – und genau dort drohen viele Kinder durchs Raster zu fallen.“

Zugleich warnt die CDU vor einem Qualitätsverlust. „Das Bildungsressort erweckt den Eindruck, als habe man die Ganztagsbetreuung im Griff. In Wahrheit droht vielerorts eine reine Aufbewahrung statt echter Förderung“, kritisiert Averwerser. „Wenn gleichzeitig Hortplätze wegfallen, leidet am Ende die pädagogische Qualität – und damit die Entwicklungschancen der Kinder.“

Die CDU-Fraktion fordert daher klare Prioritäten. „Kinder, die auf einen Hortplatz angewiesen sind, müssen diesen auch behalten können – gerade in sozial benachteiligten Stadtteilen dürfen Angebote nicht gestrichen werden“, betont Averwerser. „Zudem muss das Hortangebot perspektivisch ebenso kostenfrei gestaltet werden wie die Ganztagsbetreuung. Bildung und Betreuung müssen für alle Kinder gleichermaßen zugänglich sein.“

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Heiko Strohmann, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen, gibt zur aktuellen Berichterstattung folgende Stellungnahme ab:

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