Zum Lehrermangel an Bremer Brennpunktschulen
Yvonne Averwerser
„Seit einigen Jahren beobachten wir leider, dass es der Bremer Bildungsbehörde offenbar nur sehr dürftig gelingt, die Schulen in sozial besonders herausgeforderten Quartieren und Randlagen der Stadtgemeinde adäquat mit vollausgebildeten Lehrkräften zu versorgen“, reagiert Yvonne Averwerser, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, auf eine erneute Berichterstattung über die unzureichende Personalausstattung an Bremer Schulen. „Diese Erkenntnis ist und bleibt für alle Beteiligten, Kinder, Eltern und Lehrpersonal, der jeweiligen Schulen überaus schmerzhaft, sie ist aber keinesfalls neu.“ Wie dramatisch die Lage an manchen Schulen ist, zeigt die Situation an der Grundschule am Wasser in Bremen-Vegesack und die Beantwortung einer Kleinen Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion zum Thema Lehrerversorgung (Drs. 20/1853) im April dieses Jahres. Was vor drei Monaten galt, gilt dabei noch immer: Eine Schule in solch herausgeforderter Lage, die nur über 77 Prozent Personalabdeckung verfügt, steuert sehenden Auges in eine bildungspolitische Katastrophe. Angesichts der Ankündigung der Bildungsbehörde, wonach ausländische Lehrkräfte und Seiteneinsteiger für eine Verbesserung der Lage an der Grundschule am Wasser in Aussicht stehen, stellt Yvonne Averwerser exemplarisch klar: „Es ist nachvollziehbar und richtig, dass die Bildungsbehörde offenbar bemüht ist, mehr pädagogisches Personal an die unterversorgten Schulen zu bekommen. An Standorten, wie der Grundschule am Wasser, der Tami-Oelfken-Grundschule oder vergleichbaren Schulen, etwa im Bremer Westen, die ohnehin schon vor einer Reihe an Herausforderungen stehen, ist es hiermit aber nicht getan. Dort werden in erster Linie erfahrene Lehrkräfte mit der entsprechenden pädagogischen Befähigung benötigt, um den gesuchten Fachunterricht zu erteilen.“ In der Konsequenz wird Bildungssenatorin Aulepp nicht darum herumkommen entsprechendes Fachpersonal – wie bereits mehrfach angekündigt – von anderen Schulstandorten abzuordnen bzw. versetzen zu müssen, macht Averwerser deutlich. „Es wird von Seiten der SPD in Bezug auf den Bildungsbereich immer wieder davon gesprochen, Ungleiches ungleich behandeln zu wollen. Die nachweislich ungleiche Personalausstattung unserer Schulen, bei gleichzeitig überaus ungleichen sozioökonomischen Rahmenbedingungen, macht dieses Vorgehen nun tatsächlich unabdingbar.“

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