CDU-Modell zur Sprachförderung steht

Ahrens: Aulepps Taktik des Aussitzens verschärft die Lage

Kinder beim Schreiben

Auch die neuesten Zahlen zur Sprachförderung vor der Schule sind eine Ohrfeige für die rot-grün-rote Bildungspolitik. Sandra Ahrens, kinderpolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, erläutert die Fakten: „Die meisten der 496 Kinder ohne Kitaplatz waren 2022 sprachauffällig. Sie hätten eine systematische Sprachförderung erhalten müssen, um im nächsten Jahr den Sprung in die Schule gut zu schaffen und nicht von vornherein abgehängt zu sein. Doch Rot-Grün-Rot hat unseren Lösungsvorschlag für eine gezielte Sprachförderung durch ein verpflichtendes Vorschuljahr mit festen Plätzen einfach in den Wind geschlagen. Das schlimme Ergebnis ist, dass Frau Aulepp für rund die Hälfte dieser Kinder weiterhin keine Sprachförderung anbieten kann und sie im nächsten August mit teilweise erheblichen Sprachdefiziten in die Schule gehen müssen. Die meisten dieser unversorgten Kinder stammen aus bildungsfernen Familien und haben schon jetzt kaum eine Chance, sprachlich mit den anderen Kindern mitzuhalten. Statt sich auf unser verpflichtendes Modell mit solider staatlicher Finanzierung einzulassen, dass in ähnlicher Form im SPD-geführten Hamburg große Erfolge für die Kinder erzielt, hat die linke Regierung ihr sogenanntes Kita-Brückenjahr durchgedrückt und ist grandios gescheitert. Aulepps Taktik des Aussitzens verschärft die Lage aber immens. Zum Kitastart am 1. August fehlten über 1.500 Plätze. Die unversorgten Kinder werden also trotz Verpflichtung zu Sprachfördermaßnahmen keine oder nur für einige Monate Förderung bei unterjähriger Aufnahme erhalten. Zum nächsten Kitajahr wird es noch viel schlimmer. Nach der Bertelsmann-Studie werden uns dann insgesamt 5.400 Plätze fehlen. Der neue Kriterienkatalog des Bremischen Aufnahmeortsgesetzes hilft nicht, wenn es keine Plätze gibt. Er läuft ins Leere. Wir brauchen die Umsetzung einer verbindlichen Förderung festgestellter sprachauffälliger unversorgter Kindergartenkinder mit einem mindestens 20-stündigen Angebot und das ab Beginn des Kindergartenjahres. Wir fordern die Senatorin auf, für diese Kinder eine verbindliche Lösung vorzulegen und diese Kinder nicht weiterhin unversorgt zu lassen. Wir stehen mit unserem Modell bereit, das in vergleichbaren Städten gut funktioniert.“

Bereits seit Jahren warnt die CDU-Bürgerschaftsfraktion vor steigenden Zahlen unversorgter Fünfjähriger. 2019 hatten die Christdemokraten einen Antrag auf vorrangige Aufnahme unversorgter Fünfjähriger eingereicht. Die linken Regierungsfraktionen führten rechtliche Bedenken dagegen an, obgleich Bremerhaven dies bereits rechtskonform praktizierte. Erst im August 2021 beugte sich die rot-grün-rote Koalition dem Druck der Christdemokraten in diesem Punkt. Dem darüberhinausgehenden CDU-Modell zum verpflichtenden Vorschuljahr für sprachauffällige Kinder erteilt die linke Regierung nach wie vor ohne wissenschaftlich fundierte Gegenargumente eine Absage. „Der Senat sitzt das Thema seit Jahren aus, zu Lasten von immer mehr Kindern, die ohne jegliche Erfahrung frühkindlicher Bildung in die erste Klasse kommen und damit von vornherein abgehängt werden“, so Ahrens abschließend.

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