Ahrens: „680 Kinder ohne Betreuung – Realität weit entfernt von der Selbstdarstellung des Senats Bovenschulte“

CDU-Fraktion deckt Versorgungslücke bei Kitaplätzen auf
Malstifte stecken in einem Behälter

Von ‚mehr Plätzen als Kindern‘ kann keine Rede sein. Das war Prahlerei ohne Grundlage, und die Leidtragenden sind die Familien“, sagt Sandra Ahrens, kinderpolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion. Noch im Sommer verkündete der Senat Bovenschulte das Angebot würde in diesem Kindergartenjahr die Nachfrage weit übersteigen und hat damit die Eltern in den Glauben gelassen, dass für jedes Kind ein Platz bereitstehe, verlässlich, wohnortnah und ohne Wartelisten. Die jetzt vorliegenden Zahlen zeigen jedoch das Gegenteil. „Wir haben die Zahlen nie geglaubt und haben jetzt die Antworten auf unsere Berichtsbitte erhalten“, erklärt Ahrens. „Das Ergebnis wirft massiv Fragen auf, denn demnach sind jetzt 680 Kinder unversorgt. Hunderte Familien ohne Kinderbetreuung, die unter enormen Druck stehen, beruflich und organisatorisch.“

Die insgesamt unversorgten 680 Kinder ohne Kitaplatz setzen sich zusammen aus 540 Kindern in der zentralen Vermittlung und weiteren 140 Kindern, die zusätzlich auf einrichtungsbezogenen Wartelisten stehen. Gleichzeitig kann der Senat nicht einmal benennen, wie viele Plätze tatsächlich frei sind, eine belastbare Statistik existiert nicht. Selbst die Verwaltung räumt ein, der Kita-Planer liefere „keine systematisch erhobene und verifizierte Statistik“. Besonders unter Druck stehen Stadtteile wie Huchting (102 Kinder), Gröpelingen (49) und Horn-Lehe (41), während Vegesack und Blumenthal die längsten Wartelisten verzeichnen. „Die Engpässe sind strukturell, nicht zufällig. Manche Stadtteile kämpfen seit Jahren und der Senat schaut zu“, kritisiert Ahrens. 

Die CDU-Fraktion sieht sich in ihrer Einschätzung bestätigt: Die Selbstdarstellung des Senats steht in keinem Verhältnis zur Realität, die Datenlage ist lückenhaft, und 680 Kinder bleiben ohne Kitaplatz. „Familien brauchen Verlässlichkeit. Der Senat hat offenbar irgendwelche Zahlen hinausposaunt, ohne zu prüfen, wie viele Plätze tatsächlich verfügbar sind. Diese Fehleinschätzung müssen die Familien jetzt ausbaden“, so Ahrens. 

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