Lübke: „Sicherheit darf nicht am Geld scheitern – Senat muss Arbeitszeitverordnung endlich anpassen“

Rufbereitschaft beim SEK weiterhin auf freiwilliger Basis
Ein Polizeiauto steht vor dem Bremer Hauptbahnhof

„Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie unserer Polizeikräfte muss jederzeit gewährleistet sein“, erklärt Marco Lübke, innenpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen. „Gerade das SEK übernimmt Einsätze in hochgefährlichen Lagen – etwa bei Terrorlagen, Geiselnahmen oder gegen schwer bewaffnete Straftäter. Deshalb braucht es hier verlässliche und rechtssichere Strukturen.“

Hintergrund ist die seit Monaten ungeklärte Frage der Rufbereitschaft beim Spezialeinsatzkommando (SEK) in Bremen. Nachdem Gerichte erhebliche Zweifel an der bisherigen Vergütungspraxis geäußert hatten, wurde die feste Rufbereitschaft im vergangenen Herbst ausgesetzt.

Für die CDU-Fraktion steht fest: Der Senat Bovenschulte muss die Arbeitszeitverordnung schnellstmöglich anpassen und die dafür notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen. „Sicherheit darf nicht am Geld scheitern“, sagt Lübke. „Wir brauchen endlich eine rechtssichere und verlässliche Lösung für die Bereitschaftsdienste des SEK. Wer am Geld spart, spart an der Einsatzfähigkeit der Polizei und damit an der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie der eingesetzten Polizeikräfte.“

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Die Abschiebeoffensive des Senats bleibt bislang vor allem eine Ankündigung: Die Zahl der Abschiebungen stagniert, während gleichzeitig immer mehr Menschen in Bremen ausreisepflichtig sind. Bis zum 30. Juni 2026 wurden 56 Abschiebungen erfolgreich durchgeführt, 72 scheiterten. Im gesamten Jahr 2025 waren es 111 erfolgreiche Abschiebungen.

Am Freitag (11. September) werden die Petenten der Petition zur Auflösung des Szenetreffs „An der Piepe“ im Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft angehört. Mehr als 2.000 Menschen haben die Petition unterstützt. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert, ihre Anliegen ernst zu nehmen und insbesondere die Zukunft des heutigen Standorts ergebnisoffen zu prüfen.