Strohmann:

„Wir brauchen einen zentralen Ansprechpartner“

Zum „Positionspapier für eine lebendige und grüne Innenstadt“
Pressekonferenz im Leerstand in der Bremer Innenstadt

Pressekonferenz im Leerstand in der Bremer Innenstadt

Die Sprecher für Stadtentwicklung und Wirtschaft der CDU-Fraktion, Heiko Strohmann und Carsten Meyer-Heder, haben heute gemeinsam das „Positionspapier für eine lebendige und grüne Innenstadt“ vorgestellt. Die Pressekonferenz fand auf einer leerstehenden Fläche in der Obernstraße statt.

Sechs übergeordnete Punkte enthält das neue Positionspapier zur Innenstadtentwicklung der CDU-Fraktion – eine „Fortschreibung der früheren Papiere aus 2012 und 2015“, wie Heiko Strohmann zu Beginn der Pressekonferenz betont. „Die Innenstadt muss grüner werden und mehr Wohnraum bieten, damit sich mehr Menschen hier aufhalten und die Flächen beleben.“
 
Derzeit laufen Besucherinnen und Besucher in viele tote und dunkle Ecken, sie werden nicht durch die Stadt geleitet, es gibt kaum Aufenthaltsqualität. „Das wollen wir ändern, indem wir die Knochenhauer- und die Carl-Ronning-Straße zur grünen Fußgängerzone umgestalten, sobald das Parkhaus Mitte abgerissen ist“, sagt Strohmann. „Den Vorschlag haben wir übrigens schon 2012 gemacht und sind damals noch dafür gescholten worden. Der Blick von heute zeigt: Wir waren schon auf dem richtigen Weg.“
 
Als wichtigste Maßnahmen für eine Entwicklung der Innenstadt nennt Strohmann den kurzfristig einleitbaren Rückbau der Martinistraße, um Fahrradrouten und Flaniermeilen zu ermöglichen und die Barrierewirkung zur Schlachte aufzuheben. Zudem müsse der Domshof umgestaltet werden, ein Highlight sollen ein Erlebnisspielplatz und teilmobile Marktstände mit mehr Platz für die Verkäufer bilden. Auch der Wall steht im Fokus: Als Ringschluss um die Stadt soll er für den Autoverkehr einspurig werden, der zweispurige Fahrradweg aber soll zwischen Bürgersteig zum Flanieren und Autos entlanglaufen. Und schließlich soll auch die Straßenbahn aus der Obernstraße verschwinden, um Platz für Bäume, Blumeninseln und Sitzgelegenheiten zu schaffen – das sei allerdings ein langfristiges Projekt, betont Strohmann.
 
Carsten Meyer-Heder weist darauf hin, dass man zur langfristigen Umgestaltung der Innenstadt Investoren braucht, die in Bremen derzeit nicht willkommen sind. „Wir können aber nicht alles selbst bezahlen, wir brauchen Partner“, sagt er. „Dass die langfristig auch Geld verdienen wollen, muss man verstehen und mit ihnen auf Augenhöhe kommunizieren.“
 
Momentan aber werde kaum kommuniziert, meint Heiko Strohmann. „Wir brauchen eine Innenstadtmanagerin oder einen Innenstadtmanager als zentralen Ansprechpartner, der die Interessen zusammenführt und die Umsetzung koordiniert, in die es nun endlich gehen muss. Das muss die Senatskanzlei und damit der Bürgermeister übernehmen.“
 
 
Die vollständige Pressekonferenz finden Sie hier:
 
Das vollständige Positionspapier finden Sie hier, den Link zum Film hier.

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