Immer noch kein Hitzeaktionsplan für Bremen und Bremerhaven
Ein Thermometer steht in der prallen Sonne

Angesichts der aktuellen Hitzewelle in Bremen und Bremerhaven kritisiert Martin Michalik, klimapolitischer Sprecher und stellvertretener Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion, dass der Senat Bovenschulte immer noch keinen Hitzeaktionsplan vorgelegt hat: 

„Bremen und Bremerhaven warten schon seit vielen Jahren darauf, dass der Bremer Senat endlich seine Hausaufgaben macht und einen Hitzeaktionsplan für unsere Städte vorlegt – entsprechende Empfehlungen einer Bund-/Länder-Arbeitsgruppe gab es bereits 2017! Der Senat Bovenschulte macht stattdessen offenbar lieber hitzefrei und vertröstet seine Bürger mit weiteren Ankündigungen. Zunächst hieß es, der Hitzeaktionsplan solle bis Ende 2023 kommen, dann bis zum Frühjahr 2024, nun wird Sommer 2024 angepeilt – und umgesetzt wäre er dann noch längst nicht. So geht wertvolle Zeit verloren, um die notwendigen Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels umzusetzen.“ 

Dabei wäre es dafür höchste Zeit, wie der aktuelle Klimareport des Deutschen Wetterdienstes für Bremen und Bremerhaven zeigt. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in unserem Bundesland ist laut des Berichts bereits jetzt um 1,6 Grad höher als zu Beginn der Wetteraufzeichnungen. 2023 war das bisher wärmste Jahr. Die Extremwetterereignisse werden in der Zukunft weiter zunehmen. Vor diesem Hintergrund kritisiert Michalik: „Statt unsere Bürgerinnen und Bürger vor den gesundheitlichen Gefahren der Hitze bereits in diesem Sommer zu schützen, werden die Menschen beim Hitzeschutz vom Senat im Stich gelassen. Das ist unverantwortlich.“

Weiter sagt Martin Michalik: „Wir brauchen für Bremen und Bremerhaven endlich klare Vorgaben und ein umfassendes Konzept mit mehr Schattenplätzen, mehr Grün und Trinkbrunnen. Wir fordern, dass Senatorin Moosdorf sich endlich an ihre eigenen Ankündigungen hält und den Hitzeaktionsplan schnellstmöglich vorlegt. Die Maßnahmen zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger sollten noch in diesem Sommer eingeleitet werden.“

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„Bremen muss die zusätzlichen Mittel verantwortungsbewusst und verfassungskonform einsetzen“, fordert Jens Eckhoff, finanzpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen. „Ich erwarte vom Senat Bovenschulte, dass das Geld gezielt zur Konsolidierung des Haushaltes verwendet und nicht für neue Prestigeprojekte verschleudert wird.