Michalik: „Fünf Trinkbrunnen pro Jahr? Das ist inakzeptabel!“

CDU-Fraktion fordert mehr Tempo beim Ausbau der öffentlichen Trinkwasserbrunnen
Wasser läuft aus einem Wasserhahn eines Trinkbrunnens

„Der Ausbau öffentlicher Trinkwasserbrunnen in Bremen kommt weiterhin viel zu schleppend voran“, kritisiert Martin Michalik, klimapolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion. Zwar steige die Zahl der Trinkbrunnen langsam an, von einer flächendeckenden Versorgung sei Bremen aber weiterhin weit entfernt. „Wenn der Senat selbst davon ausgeht, langfristig 80 Trinkbrunnen zu benötigen, gleichzeitig aber nur fünf neue Standorte pro Jahr schafft, dann dauert der Ausbau noch über ein Jahrzehnt. Für ein so drängendes Thema wie den Hitzeschutz ist das inakzeptabel.“

Michalik verweist exemplarisch auf die Stadt Wien, die im vergangenen Jahr den 1600. Trinkwasserbrunnen in Betrieb genommen hat. „Und in Bremen versucht man, eine mittlere einstellige Zahl pro Jahr als Erfolg zu verkaufen.“ Die CDU-Fraktion versteht Trinkwasserbrunnen längst als Teil moderner Daseinsvorsorge und eines ernst gemeinten Hitzeschutzes. Sie hat bereits den Antrag „100 Trinkwasserbrunnen für Bremen“ (Drs. 21/580 S) in die Stadtbürgerschaft eingebracht. Michalik: „Wir haben frühzeitig gefordert, öffentliche Gebäude, Schulen oder bestehende Infrastruktur wie Hydranten stärker einzubeziehen und den Ausbau deutlich ambitionierter voranzutreiben.“

Positiv sei zwar, dass die Kosten für die Errichtung inzwischen gesunken seien. „Allerdings bestätigt das auch unsere Kritik der vergangenen Jahre. Wir haben immer wieder hinterfragt, warum Bremen pro Trinkbrunnen teilweise rund 30.000 Euro veranschlagt hat, während andere Städte deutlich günstiger bauen“, erklärt Michalik.

Für die CDU-Fraktion steht fest: Gerade ältere Menschen, Kinder oder gesundheitlich beeinträchtigte Menschen sind an heißen Tagen auf einen schnellen und kostenlosen Zugang zu Trinkwasser angewiesen. Michalik: „Es reicht nicht, jedes Jahr ein paar neue Brunnen zu präsentieren und sich dafür feiern zu lassen. Wir brauchen endlich ein ambitioniertes Gesamtkonzept mit deutlich mehr Tempo.“

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