Lübke: „Wer Kindern das Schwimmen beibringen will, darf keine Bäder schließen“

CDU-Fraktion kritisiert Bäderkonzept 2035
Ein rot-weißes Abtrennband ist über ein Wasserbecken gespannt

„Weniger Wasserfläche bei wachsendem Bedarf. Das passt nicht zusammen und ist ein glatter Widerspruch zu dem erklärten Ziel, dass jedes Kind in Bremen schwimmen lernen soll“, fasst Marco Lübke, sportpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, das neue Bäderkonzept für Bremen zusammen. Dieses wird am Dienstag (224. Juni 2025) in der Deputation für Sport vorgestellt. Im Mittelpunkt steht die sogenannte Variante `Fokussieren´, ein Euphemismus für die schrittweise Reduzierung von Wasserflächen. Dabei ist die Realität schon heute alarmierend: Schwimmvereine, Schulen und Privatpersonen konkurrieren um viel zu knappe Wasserzeiten.

Noch ist nicht klar, welche Bäder konkret geschlossen oder umgebaut werden sollen, aber gerade diese Unklarheit sorgt für massive Verunsicherung bei Vereinen, Eltern und Ehrenamtlichen. Besonders das Hansewasser-Hallenbad steht dabei exemplarisch für die fehlende Planungssicherheit. „Wenn der Senat beteuert, dass bis 2026 nichts passiert, aber gleichzeitig einen Verkauf und Gespräche mit Investoren nicht dementiert, schafft das kein Vertrauen. Das ist ein Spiel auf Zeit“, so Lübke.

Dazu kommt: Für die Umsetzung des Konzepts fehlen bislang konkrete Finanzierungszusagen. Der Sanierungsstau bei den Bremer Bädern beläuft sich bereits heute auf rund 120 Millionen Euro. Für die Summe bietet der Senat Bovenschulte keine Lösung an. „Er schafft es nicht ein zeitgemäßes, wohnortnahes und verlässliches Bäderangebot zu garantieren“, kritisiert Lübke und fordert klar keine weiteren Schließungen von Schwimmbädern ohne Ersatz, verlässliche Wasserzeiten für Schulen, Vereine und Familien sowie ein belastbares Finanzierungsmodell für die Sanierungen und für mögliche Neubauten. 

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„108 Abschiebungen im Jahr 2025 – das ist angesichts der angespannten Lage in Bremen zu wenig“, erklärt Marco Lübke, innenpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion. „Der Senat Bovenschulte hat das Rückführungsmanagement vor zwei Jahren groß umgebaut, doch der gewünschte Erfolg ist ausgeblieben. Das zeigt: Mit diesem Vorgehen wird Bremen nicht sicherer.“

Nach einem Hinweis des Verwaltungsgerichts, den klagenden Unternehmen im Streit um den Bremer Ausbildungsfonds Recht geben zu wollen, und einem Medienbericht über die Ankündigung der Arbeitsbehörde, rund 350 Gebührenbescheide zurückzunehmen, fordert die CDU-Bürgerschaftsfraktion Konsequenzen.