Gröninger: „Eine Win-Win-Situation: Jugendliche erhalten Einblicke in Berufe, Betriebe lernen potenzielle Auszubildene kennen“

CDU-Fraktion schlägt Praktikumsprämie für Schülerinnen und Schüler vor
Eine junge Frau und ein junger Mann schauen unter die Motorhaube eines Autos

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen will mit einer Praktikumsprämie mehr junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk begeistern und bringt dazu einen entsprechenden Antrag in die Bremische Bürgerschaft (Landtag) ein. „Bremen kann sich die aktuelle Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt nicht länger leisten“, sagt Theresa Gröninger, wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. „Jedes Jahr verlassen mehr als 700 junge Menschen unsere Schulen ohne Abschluss. Gleichzeitig weist Bremen eine der höchsten Abbrecherquoten bei Ausbildungen auf und mehr als jede vierte Person zwischen 25 und 34 Jahren hat keinen Berufsabschluss.“

Als einen wesentlichen Grund sieht die CDU-Fraktion die unzureichende Berufsorientierung an den Schulen. „Wir haben seit Jahren konkrete Vorschläge gemacht, etwa für eine stärkere Berufsorientierung und eine engere Zusammenarbeit mit der Jugendberufsagentur. Der Senat Bovenschulte hat diese Impulse ignoriert“, kritisiert Gröninger. „Stattdessenwurde mit dem Ausbildungsunterstützungsfonds ein Bürokratiemonster geschaffen, das hohe Kosten verursacht, aber die Probleme auf dem Ausbildungsmarkt nicht löst.“

Mit der vorgeschlagenen Praktikumsprämie sollen Schülerinnen und Schüler für freiwillige Praktika in den Ferien finanziell unterstützt werden. Vorbilder sind Programme in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Schleswig-Holstein. „Jugendliche erhalten frühzeitig Einblicke in verschiedene Berufe, Betriebe lernen potenzielle Auszubildende kennen. Erfahrungen aus Sachsen-Anhalt zeigen, dass rund ein Drittel der Teilnehmer anschließend einen Ausbildungsvertrag oder Vorvertrag mit dem Praktikumsbetrieb abschließt“, so Gröninger.

Die CDU-Fraktion sieht darin einen früheren und niedrigschwelligeren Ansatz als das diskutierte freiwillige Handwerksjahr für Schulabgänger. „Das Modell eines freiwilligen Jahres im Handwerk unterstützen wir. Mit unserer Praktikumsprämie setzen wir jedoch bewusst bereits während der Schulzeit an und ermöglichen jungen Menschen, erste praktische Erfahrungen zu sammeln und in verschiedene Berufe reinzuschnuppern, ohne sich gleich für ein ganzes Jahr festlegen zu müssen. Beide Modelle ergänzen einander“, erklärt Gröninger.

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„Das ist eine schallende Ohrfeige für die unbekümmerte Verschuldungspolitik des Senats Bovenschulte“, erklärt Jens Eckhoff, haushalts- und finanzpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen.

„Wenn Bildungssenator Mark Rackles eine verbesserte Personalsituation an den Schulen verkündet, gleichzeitig aber weiter Engpässe in Bremen-Nord einräumen muss, können wir uns mit dieser Bilanz nicht zufriedengeben“, erklärt Bettina Hornhues, Bremen-Norder Abgeordnete der CDU-Bürgerschaftsfraktion und Mitglied der städtischen Bildungsdeputation.