Grobien: „Bremen braucht mehr Personal für die Ausstellung von Aufenthaltstiteln für Studentinnen und Studenten“

Lange Wartezeiten für Aufenthaltstitel
Eine Hand nimmt ein Buch aus einem Regal

Im Land Bremen warten zahlreiche Studierende aus Drittstaaten auf ihren Aufenthaltstitel. Ohne diesen ist eine Erwerbstätigkeit oder ein wichtiges Praktikum neben dem Studium nicht möglich. Die Wartezeit für einen solchen Aufenthaltstitel kann in Bremen ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Er wird von der BSU (Bremen Services Universität) ausgestellt, die als Außenstelle des Migrationsamts fungiert. Dort sind drei Mitarbeiter für 5000 Studierende aus Drittstaaten zuständig. Hinzu kommen zahlreiche international Forschende. 

„Wir haben alle ein Interesse daran, dass mehr internationale Talente an unsere Universität und unsere Hochschulen kommen und mit ihrer gewonnenen Fachexpertise zum Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Bremen beitragen“, erklärt Susanne Grobien, wissenschaftspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion. „Es ist eine absolute Zumutung für die Betroffenen und für die Stadt, dass ihnen nach dem Visum so lange die Hände gebunden sind.“

Für die CDU-Fraktion ist klar: Verfahren müssen beschleunigt werden. Dies geht etwa über mehr Personal, das vorübergehend aus anderen Bereichen der Verwaltung eingesteuert wird und sich mit dem Antragsstau beschäftigt. Verwaltungsprozesse müssten generell unbürokratischer, digitaler und unkomplizierter werden. Eine Möglichkeit wäre zudem, dass die Rahmenbedingungen für unterstützende Quereinsteiger, Praktikanten und Auszubildende verbessert werden. Grobien: „Wenn der Verwaltungsprozess beschleunigt und der Antragsstau bearbeitet wird, steigt auch die Attraktivität Bremens.“ 

Neben einem effizienten Aufenthalt spielen bei den Studierenden aus Drittstaaten auch die Zukunftsaussichten eine wichtige Rolle. „Wir befürworten die Zuwanderung und den Verbleib qualifizierter Fachkräfte. Aus diesem Grund braucht es mit Studienbeginn gute Grundlagen für die Karrieren, sodass die Absolventen auch nach dem Studium bleiben“, erklärt Grobien. „Für uns stellt es einen absoluten Widerspruch dar, dass der gleiche Senat, der sich weltoffen gibt, effektiv nichts an der aktuellen Situation ändert.“

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