Grobien: „Andreas Bovenschulte muss Flughafen Bremen als zentralen Standortfaktor zur Chefsache machen“
„Die Streichung der Lufthansa-Verbindung zwischen Bremen und Frankfurt ist ein schwerer Schlag für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Bremen“, erklärt Susanne Grobien, hafen- und wissenschaftspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion. „Die Anbindung an das internationale Drehkreuz Frankfurt ist für unsere Unternehmen essenziell. Gerade exportorientierte Branchen wie die Luft- und Raumfahrtindustrie brauchen schnelle und verlässliche internationale Verbindungen. Wer möchte, dass sich Unternehmen hier ansiedeln und investieren, muss auch für eine leistungsfähige Verkehrsanbindung sorgen.“
Die CDU-Fraktion sieht mit Sorge, dass der Flughafen Bremen derzeit mehr Verbindungen verliert als hinzugewinnt. Rund 30.000 Arbeitsplätze, eine Bruttowertschöpfung von rund 2,3 Milliarden Euro und ein Steueraufkommen von knapp 600 Millionen Euro hingen direkt oder indirekt vom Flughafen ab. „Der Senat Bovenschulte muss endlich dafür sorgen, dass der Flughafen für Airlines wirtschaftlich attraktiv bleibt. Dafür braucht es bessere Rahmenbedingungen, mehr Anreize für Fluggesellschaften und eine klare Strategie zur Sicherung des Standorts“, so Grobien.
Die CDU-Fraktion hat hierzu bereits vor zwei Jahren konkrete Vorschläge vorgelegt – unter anderem zur besseren Nutzung der vorhandenen Start- und Landebahnen sowie zur strategischen Weiterentwicklung des Flughafens. „Auch müssen wir uns die Entgeltordnung des Flughafens noch einmal genau anschauen. Strafzuschläge für verspätet landende ‚Home Carrier‘ müssen verhältnismäßig sein, denn sie bilden eine relevante Kalkulationsgrundlage für die Fluggesellschaften“, mahnt Grobien.
Die CDU-Fraktion hat zu dem Thema für die kommende Sitzung der Bremischen Bürgerschaft (Landtag) eine Aktuelle Stunde eingereicht. „Der Senat muss jetzt alles daransetzen, dass die Lufthansa ihre Entscheidung noch einmal revidiert. Zudem muss er erklären, seit wann er über die sich abzeichnende Entwicklung informiert war und wie er weitere Streckenverluste verhindern und die internationale Anbindung Bremens langfristig sichern will“, betont Grobien. „Es geht hier um einen zentralen Standortfaktor für die wirtschaftliche Zukunft unseres Bundeslandes. Herr Bovenschulte muss den Flughafen zur Chefsache machen!“