Dertwinkel:
Zu Frauen in Führungspositionen
CDU Bremen Fraktion Sina Dertwinkel

Sina Dertwinkel

Die gleichstellungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Sina Dertwinkel will Frauen und Männer in Vorstands- oder Aufsichtsratspositionen ein Pausieren vom Mandat ermöglichen.
 
Nach derzeitiger Rechtslage haben Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder von Aktiengesellschaften keine Möglichkeit, ihr Mandat bei temporärer Abwesenheit vorübergehend ruhen zu lassen – aus Haftungsgründen müssen sie es niederlegen. 

Das erschwert insbesondere Frauen die Entscheidung für eine Führungsposition oder die Ausübung eines Führungsmandats in der Wirtschaft. Längerfristige Abwesenheit durch Mutterschutz, Eltern- oder Pflegezeit drängt sie derzeit faktisch aus Führungspositionen heraus.
 
„Solche Regelungen entsprechen nicht meinem Bild von Gleichstellung und Gleichberechtigung“, sagt Sina Dertwinkel. „Im Jahr 2020 darf es nicht sein, dass Frauen und Männer in Führungspositionen auf Grund von Elternzeit, Mutterschutz, Krankheit oder Pflege ihr Mandat nicht für eine bestimmte Zeit ruhen lassen können.“ Dertwinkel hat daher einen Antrag zur nächsten Bürgerschaft eingereicht, der sich mit den spezifischen Problemlagen von Frauen und Männern in Führungspositionen, insbesondere von Vorständen, Geschäftsführungen und Aufsichtsräten, beschäftigen und politischen Handlungsbedarf aufzeigen soll.
 
„Laut einer DIW-Studie vom Januar 2020 liegt der Anteil von Frauen in Vorstandsposten in den 200 Top-Unternehmen in Deutschland bei 10,4 Prozent, den Aufsichtsratsvorsitz halten 3,7 Prozent“, weiß Dertwinkel. Bremen zeige sich im Bundesvergleich mit 23 Prozent Frauen auf der ersten Führungsebene sogar unterdurchschnittlich. „Das verdeutlicht einen Konflikt um Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der nicht mehr zeitgemäß ist.“
 
Vor allem in der Startup-Szene rege sich nun Widerstand. Die bundesweit aktive Initiative #stayonboard will eine Ergänzung des Aktiengesetzes erreichen, sodass Vorstandsmitglieder nicht wie bisher ihr Amt, z.B. durch die Geburt eines Kindes, niederlegen müssen. „Diese Initiative nimmt die CDU zum Anlass, wirtschafts- und gleichstellungspolitisch neue Impulse zu setzen“, sagt Dertwinkel. Ihr Antrag habe zum Ziel, den Konflikt um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf allen Ebenen der Arbeitswelt aufzulösen. Dazu müsse das bestehende Gesellschafts- und Arbeitsrecht juristisch geprüft werden. Dertwinkel ist überzeugt: „Bevor die rechtlichen Voraussetzung nicht geschaffen sind, werden wir nie eine paritätische Besetzung von Posten in Unternehmensführungen erreichen.“

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