Dertwinkel: „Unterversorgung ist nicht hinnehmbar – Kinder und ihre Familien brauchen eine verlässliche medizinische Versorgung“

Kinderärzte-Mangel in Bremerhaven
Sina Dertwinkel

„Dass Bremerhaven ab Juli erstmals offiziell als kinderärztlich unterversorgt gilt, ist nicht hinnehmbar und ein Signal, das weit über die Seestadt hinausweist“, erklärt Sina Dertwinkel, Bremerhavener Abgeordnete der CDU-Bürgerschaftsfraktion und Mitglied der Gesundheitsdeputation. „Wir weisen seit Jahren auf den allgemeinen Fach- und Hausärztemangel hin und auch die kinderärztliche Versorgungssituation in Bremerhaven war schon mehrmals Thema in der Gesundheitsdeputation. Die Situation kommt also nicht aus dem Nichts.“ Dertwinkel stellt klar: „Kinder und ihre Familien brauchen eine verlässliche medizinische Versorgung – unabhängig davon, ob sie in Bremen oder Bremerhaven leben.“

Mit dem Ruhestand einer weiteren Kinderärztin sinkt der Versorgungsgrad in Bremerhaven auf nur noch 67 Prozent. Schon heute müssen viele Eltern auf Praxen im Umland ausweichen, während die verbleibenden Kinderarztpraxen unter hoher Belastung stehen. Die CDU-Fraktion begrüßt daher grundsätzlich, dass mit dem „Gesundheitshaven“ ab Herbst ein neuer Ansatz zur Verbesserung der Versorgung gestartet werden soll. Kurzfristig werde dies die bestehende Unterversorgung jedoch nicht beheben.

„Jetzt müssen Senat, Kassenärztliche Vereinigung und Krankenkassen gemeinsam alles daransetzen, die Versorgung kurzfristig zu stabilisieren und den Standort Bremerhaven langfristig für Kinderärztinnen und Kinderärzte attraktiver zu machen“, fordert Dertwinkel. „Kinder dürfen nicht die Leidtragenden struktureller Versäumnisse im Gesundheitswesen sein. Eine verlässliche kinderärztliche Versorgung ist Teil des Kinderschutzes.“

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