Vom Bruch:

„Der Modus Mangelverwaltung darf nicht zur Gewohnheit werden“

Zum Schuljahresbeginn fehlen Lehrkräfte
Dr. Thomas vom Bruch

Dr. Thomas vom Bruch

Für den stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Fraktion, Dr. Thomas vom Bruch, ist der aktuelle Fachkräftemangel an den Bremer Schulen und Kitas „ein Versagen des vergangenen und eine Hypothek für den neuen Senat.“ Nach den heute vorgestellten Zahlen von Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) ist es abermals nicht gelungen, alle offenen Stellen zu Beginn des neuen Schul- und Kitajahres zu besetzen.

An den allgemeinbildenden Schulen sind demnach 41 Stellen unbesetzt und auch in den Kindertagesstätten fehlen Fachkräfte und Betreuungsplätze. „Der Modus ‚Mangelverwaltung‘ und ‚alle Jahre wieder‘ darf nicht zur Gewohnheit werden“, warnt vom Bruch.

Um Stellen schneller zu besetzen, fordert er unter anderem die Voraussetzungen dafür zu schaffen, damit Schulen auf mehr Eigenständigkeit und Verantwortung bei der Einstellung von Lehrkräften und pädagogischen Personal zurückgreifen können. Darüber hinaus müsse geprüft werden, wie man Lehrkräfte von unterrichtsfremden Tätigkeiten entlasten können. Eine Umfrage unter dem unterrichtenden Personal könne darüber Auskunft geben, welche Aufgaben möglicherweise überflüssig seien oder durch andere wahrgenommen werden könnten. Auch die angekündigte Erhöhung von Ausbildungskapazitäten, z.B. durch den Studiengang Sport, müssten zügig umgesetzt werden, so vom Bruch.

Der aktuelle Personalmangel trifft nach Befürchtung von Thomas vom Bruch vor allem Stadtteile und Schulen in Brennpunkten im Bremer Norden und Westen, wo Fachkräfte am dringendsten gebraucht werden. „Es geht im Übrigen nicht nur um Lehrer und Lehrerinnen im allgemeinen, sondern auch um vakante Schulleitungspositionen, Sozialarbeiter, Assistenzen und Sonderpädagogen“, macht der stellvertretende Fraktionsvorsitzende deutlich.

Seine Fraktion werde den neuen Senat insbesondere an spürbaren Verbesserungen im Bereich Schule und Kita messen, betont vom Bruch. Endlich ausreichend Personal an den Schulen sicherzustellen, sei dabei eine grundlegende Aufgabe für die zukünftige Bildungspolitik. Es gehe aber auch darum, angemessene Räumlichkeiten und modernes Unterrichtsmaterial bereitzustellen sowie Zukunftsanforderungen wie im Bereich der Digitalisierung anzugehen. „Gute Ausstattung und Rahmenbedingungen sind die zentrale Voraussetzung, damit wir uns in der Bildungsqualität verbessern und Inklusion und Ganztag gelingen können“, sagt der CDU-Abgeordnete. „Bisher haben wir viele Ankündigungen der zukünftigen Regierung gehört. Zum Schwur kommt es jedoch bei den Haushaltberatungen. Da entscheidet sich, was die Tinte im Koalitionsvertrag überdauert“, glaubt vom Bruch.

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