Kritik an Bremerhavener Oberbürgermeister zum Energiewendehafen
Wasserstoff Hafen

Thorsten Raschen, hafenpolitischer Sprecher (Land), der CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen, kritisiert die Forderung des Bremerhavener Oberbürgermeisters, bei der Planung und Realisierung des EnergyPort dem Thema Wasserstoff keine Priorität einzuräumen: „Herr Grantz erweist dem für Bremerhaven so wichtigen Hafenprojekt einen Bärendienst, wenn er den Import von Wasserstoff gegen den Umschlag von Offshore-Windenergieanlagen ausspielt. Grüner Wasserstoff und seine Derivate (z.B. Methanol) sind für die klimaneutrale Transformation unserer Wirtschaft, insbesondere der Industrie, von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig wissen wir, dass Wasserstoff angesichts eines prognostizierten Bedarfs von 250 Terrawattstunden im Jahr 2045 in Deutschland auf absehbare Zeit Mangelware sein wird und bis zu 75 Prozent davon importiert werden muss. Experten sagen uns, dass die deutschen Seehäfen dabei eine Schlüsselrolle spielen. Diese Chancen gilt es nun, im Sinne des Wirtschaftsstandorts Bremen/Bremen Bremerhaven zu nutzen, statt sie mit Halbwissen zu gefährden.“

 

Der CDU-Hafenpolitiker erinnert daran, dass der Hafenausschuss am 14. April 2023 ein klares Verfahren verabredet und beschlossen hat: Demnach soll bremenports die beiden Varianten (Basisszenario ohne außendeichgelegene Terminalfläche und Szenario II mit außendeichgelegener Terminalfläche) einer vertieften Untersuchung unterziehen und innerhalb von 12 bis 15 Monaten eine Entscheidungsunterlage Bau (ES-Bau) vorlegen. Ein sogenannter „Jetty“ zum Umschlag von Wasserstoff und seinen Derivaten ist Bestandteil beider Szenarien. „Wir sollten die damit verbundenen ingenieurfachlichen Fragen den Profis überlassen. Hierfür bedarf es keiner Ratschläge von Herrn Grantz. Ich erwarte, dass Bürgermeister Bovenschulte seinen Bremerhavener Parteifreund zur Ordnung ruft. Alle Beteiligten müssen sich an das beschlossene Verfahren halten und dieses zügig und lösungsorientiert abarbeiten. Parteiinterne Scharmützel wie dieses schaden der Energiewende und dem Wirtschaftsstandort“, so Raschen.

 

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