Bodeit: „Umweltpolitik und Mülltrennung des Senats Bovenschulte enden vor der Haustür“
„Dass Menschen, die sich aktiv für Umweltschutz einsetzen wollen, allein gelassen werden, ist schlicht nicht hinnehmbar“, kritisiert Hartmut Bodeit, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion. In der nächsten Deputation für Umwelt, Klima und Landwirtschaft (20. August 2025) fordert er einen ausführlichen Bericht zum Zustand und zur Versorgungslage rund um die Gelbe Tonne. „Immer wieder erreichen uns Beschwerden von Bremerinnen und Bremern, die seit Monaten, teils seit über einem Jahr, vergeblich auf eine Gelbe Tonne warten. Dabei ist sie kein Luxus, sondern Bestandteil einer funktionierenden Abfallwirtschaft und Voraussetzung für saubere Straßen. Doch die Realität in Bremen ist: Chaos bei der Zuständigkeit, ein undurchsichtiges System und keine verlässlichen Ansprechpartner“, so Bodeit.
In der Berichtsbitte fragt die CDU-Fraktion konkret nach Wartezeiten, nach Anzahl der Beschwerden und nach Schritten, die eingeleitet werden, um das Problem zeitnah zu lösen. „Jeder gelbe Sack, der aufgerissen im Wind flattert, steht für eine versäumte Entscheidung, für eine verlorene Chance im Kampf gegen die Vermüllung unserer Stadtteile“, erklärt Bodeit.
Bereits im vergangenen Jahr hat die CDU-Fraktion die Einführung einer Pflicht zur Nutzung der Gelben Tonne in geeigneten Quartieren in einem Antrag (Drs. 21/330S) ins Gespräch gebracht. „Dort, wo es räumlich möglich ist, darf sich der Senat Bovenschulte nicht weiter drücken“, sagt Bodeit. „Es kann nicht sein, dass einzelne Anbieter das Angebot verschleppen, während Ratten und Rabenvögel den Müll verteilen. Wer sich für Mülltrennung entscheidet, darf nicht im Unklaren darüber gelassen werden, wann und ob er seine Tonne bekommt. Das Umweltressort muss endlich liefern, und zwar Lösungen in Form von gelben Tonnen“, fordert Bodeit.