„Betrieb muss die Stadt als Gesellschafterin sicherstellen“

Strohmann:
Zum Streik der BSAG-Beschäftigten
Heiko Strohmann

Heiko Strohmann

Die Mitarbeiter der BSAG haben für den morgigen Dienstag umfassende Arbeitsniederlegungen angekündigt. Die Geschäftsleitung des städtischen Betriebs kann offenbar keinen Notbetrieb einsetzen. „Da muss der Senat reagieren!“, sagt Heiko Strohmann.

Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Heiko Strohmann fordert den Senat auf, seine Rolle als Alleingesellschafter der städtischen Verkehrsbetriebe wahrzunehmen und zumindest einen Notbetrieb sicherzustellen. Dieser sei nicht möglich, so die BSAG, weil Busse und Bahnen auf offener Strecke stehenblieben, wenn Fahrerinnen und Fahrer nicht erscheinen würden.
 
„Das Argument kann ich nicht nachvollziehen“, so Strohmann. „Es muss einem städtischen Betrieb möglich sein, kurzfristig und mit einer Hand voll Leuten zu planen, dass wenigstens die frequentiertesten Strecken befahren werden.“ Bremerinnen und Bremer müssten zur Arbeit erscheinen können – gerade jetzt, wo die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz oftmals groß ist.
 
Außerdem müsse die Stadt dafür sorgen, dass die entgangene Arbeitszeit und Immobilität der Bremerinnen und Bremer nicht aus ihren Fahrgastentgelten bezahlt werden. „Eine nicht erbrachte Leistung wie diese, die ganz klar zu Lasten der Öffentlichkeit geht, darf nicht aus ihrem Geldbeutel bezahlt werden“, meint Strohmann. Gerade durch die Corona-Krise gehe es einem Betrieb wie der BSAG schlecht. „Eigentlich müsste man zusammenhalten und für jeden Fahrgast dankbar sein, mit dem wir im Übrigen auch die Mobilitätswende erreichen wollen. Da scheint der Gewerkschaft das Gespür und das Interesse zu fehlen.“

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