Bensch: „Vertrauen wiederherstellen, durch lückenlose Aufklärung“

Zu Fehldiagnosen bei Brustkrebs
Drei Personen mit OP-Kittel in einem Operationssaal

„Wer eine Krebsdiagnose erhält, befindet sich in einer absoluten Ausnahmesituation. Falsche Befunde sind für die Betroffenen nicht bloß Fehler, sie sind eine große psychische Belastung und mit einem körperlichen Kampf verbunden. Deshalb muss jetzt ohne Umschweife, ohne Deckung, ohne Beschönigung aufgeklärt werden“, unterstreicht Rainer Bensch, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion. 

Mit tiefem Mitgefühl für die betroffenen Frauen reagiert die CDU-Fraktion auf die bekannt gewordenen Fehlbefunde in der Pathologie des Klinikums Bremen-Mitte. Mindestens 34 Frauen, alle Mütter, Töchter, Partnerinnen, haben Fehldiagnosen erhalten. Einige von ihnen mussten monatelang Chemotherapien ertragen, die sie in dieser Form nicht gebraucht hätten. Andere erhielten vielleicht nicht die Behandlung, die notwendig gewesen wäre. Was diese Frauen durchlitten haben, körperlich wie seelisch, ist unbeschreiblich. Sie verdienen jetzt vor allem die Gewissheit, dass nun alles offengelegt wird.“

Die CDU-Fraktion fordert eine vollständige Aufarbeitung aller Vorgänge, von der Diagnostik über interne Kontrollmechanismen bis hin zu strukturellen Abläufen. „An erster Stelle steht jetzt, das verlorene Vertrauen wiederherzustellen. Ohne Vertrauen funktioniert kein Gesundheitswesen. Das kann nur durch proaktives und lückenloses Aufklären wiedergewonnen werden. Dabei geht es nicht nur um die Verantwortung einzelner Ärzte, sondern ob und wie Arbeitsabläufe und interne Sicherungen verlässlich funktioniert haben“, so Bensch. 

In der nicht-öffentlichen Sitzung der Deputation für Gesundheit (2. Dezember 2025) wurden die Abgeordneten und Deputierten über die Vorgänge informiert. Rainer Bensch erinnert an den Keimskandal von 2011 und an die damals misslungene Kommunikation der Gesundheit Nord (GeNo) und des Senats. „Nicht erst auf Nachfrage müssen alle Informationen auf den Tisch, sondern es muss eine offensive Aufklärungsstrategie gefahren werden. Gemeinsam mit der GeNo-Geschäftsführung muss Claudia Bernhard als Gesundheitssenatorin, Senatorin für Frauen und auch als Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikkonzerns durch eine offene Fehlerkultur den betroffenen Frauen zeigen, dass Verantwortung übernommen und transparent aufgeklärt wird sowie notwendige Konsequenzen gezogen werden“, fordert Bensch.

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