CDU-Fraktion von Personalversorgungskonzept enttäuscht
Yvonne Averwerser
Anlässlich der heutigen Pressekonferenz zur Vorstellung eines Personalversorgungskonzepts durch die Senatorin für Kinder und Bildung, erklärt die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Yvonne Averwerser: „Das heute, rund sieben Jahre nachdem es die damalige Regierungskoalition eingefordert hatte, vorgestellte Personalversorgungskonzept ist enttäuschend: Es geht über eine Zustandsanalyse nicht hinaus. Allein in der Stadtgemeinde Bremen fehlen aktuell weiterhin etwa 100 Lehrkräfte und nochmal gut 120 werden über Vertretungskräfte der Stadtteilschule ersetzt. Die Schaffung eines langfristigen Planungshorizonts entbindet Senatorin Aulepp keineswegs davon, tatkräftig mit den vorhandenen Ressourcen an den akuten Personalproblemen der Schulen zu arbeiten.“ Hier hapere es aber aus Sicht der CDU-Fraktion, was sich mit Blick auf aktuelle Antworten des Senats auf eine Kleine Anfrage zum Thema Lehrkräftemangel (Drs. 20/1853) leider auch anschaulich belegen lasse: „Auf der einen Seite haben wir Grundschulen, die mit einer Personalabdeckung von 85 Prozent arbeiten müssen. Eine Schule in besonders herausgeforderter Lage verfügt sogar nur über 77 Prozent Personalabdeckung - eine bildungspolitische Katastrophe. Demgegenüber stehen eine Reihe von Grundschulen, die eine Abdeckung von deutlich über 100 Prozent haben. Diese Versorgungsungleichheit kann man nur durch die bedarfsbezogene Abordnung von Lehrkräften, zur Not auch ohne Einvernehmen lösen. Frau Senatorin Aulepp verweigert ein solches Vorgehen, das ist nicht im Sinne der betroffenen Kinder und der besonders herausgeforderten Schulstandorte.“ Zur Lösung des bundesweiten Lehrkräftemangel verweist Averwerser auf eine Initiative ihrer Fraktion für einen Bildungsstaatsvertrag (Drs. 20/1758), der in der März Sitzung breite Zustimmung erfahren hat und nun vom Senat zügig umgesetzt werden muss.

Letzte News

Alle News

Der Deutsche Bundestag hat am Freitag final über das Cannabis-Legalisierungsgesetz der Ampel debattiert. SPD, Grüne und FDP haben trotz der großen Bedenken und gegen teilweise heftigen Widerstand aus den eigenen Reihen für das Gesetz gestimmt.

Die ausgeweiteten Ermittlungsbefugnisse und Überwachungsrechte der Bremer Polizei durch das neue Polizeigesetz von 2020 waren eine dringend notwendige Mindestanpassung an die aktuelle Kriminalitäts- und Sicherheitslage. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hatte hierzu eigene noch weitergehende Änderungsvorschläge eingebracht.