Raschen: „Wer nicht baggert, der verliert“

Weservertiefung: Senat Bovenschulte muss Druck in Berlin machen
Thorsten Raschen

„Je tiefer die Fahrrinne, desto unabhängiger die Schiffe vom Gezeitenfenster, das entscheidet über die Wirtschaftlichkeit in unserer Region. Wer nicht baggert, der verliert“, bringt es Thorsten Raschen, hafenpolitischer Sprecher (Land) der CDU-Bürgerschaftsfraktion, auf den Punkt und steht damit fest an der Seite der Hafenwirtschaft. Führende Vertreter von Reedereien und Hafenbetrieben fordern jetzt gemeinsam mit dem Wirtschaftsverband Weser die Vertiefung der Außen- und Unterweser. 

Die CDU-Fraktion drängt seit Jahren auf den Ausbau. Doch während Unternehmen und Experten warnen, dass Bremerhaven den Anschluss verliert, bleibt der rot-rot-grüne Senat untätig. „Die Reedereien brauchen Planungssicherheit. Wenn Bremerhaven tideabhängig bleibt, verlieren wir Ladung, Schiffe und am Ende Arbeitsplätze. 40.000 Existenzen hängen an unseren Häfen. Der Senat darf das nicht länger aussitzen“, so Raschen. Der Hafenexperte fordert, dass Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Häfensenatorin Kristina Vogt jetzt persönlich beim Bundesverkehrsminister vorstellig werden. „Die Planfeststellungsunterlagen sollen Ende des Jahres fertig sein. Dann muss der Bund liefern und Bremen muss Druck machen. Es reicht nicht, zuzuschauen, wie Wilhelmshaven, Rotterdam und andere europäische Hafenstädte an uns vorbeiziehen.“

Letzte News

Alle News

Die Abschiebeoffensive des Senats bleibt bislang vor allem eine Ankündigung: Die Zahl der Abschiebungen stagniert, während gleichzeitig immer mehr Menschen in Bremen ausreisepflichtig sind. Bis zum 30. Juni 2026 wurden 56 Abschiebungen erfolgreich durchgeführt, 72 scheiterten. Im gesamten Jahr 2025 waren es 111 erfolgreiche Abschiebungen.

Am Freitag (11. September) werden die Petenten der Petition zur Auflösung des Szenetreffs „An der Piepe“ im Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft angehört. Mehr als 2.000 Menschen haben die Petition unterstützt. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert, ihre Anliegen ernst zu nehmen und insbesondere die Zukunft des heutigen Standorts ergebnisoffen zu prüfen.