Michalik: „Doppelmoral beim Klimaschutz – Senat Bovenschulte setzt weiter auf Gas“

Mehrheitlich fossile Heizsysteme verbaut
Das Thermostat einer Heizung

„Der Senat Bovenschulte verlangt von den Bürgerinnen und Bürgern teure Umrüstungen auf Fernwärme oder Wärmepumpen – entscheidet sich aber bei eigenen Gebäuden reihenweise für günstige Gasheizungen. Diese Doppelmoral ist kaum zu überbieten“, erklärt Martin Michalik, klimapolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen. 

Nach einem aktuellen Medienbericht wurden in den vergangenen Jahren bei öffentlichen Neubauten und Sanierungen mehrheitlich fossile Heizsysteme verbaut. „Während die Menschen in Bremen immer stärker belastet werden, setzt der Senat Bovenschulte selbst weiter auf fossile Technik. Er geht nicht einmal mit gutem Beispiel voran“, so Michalik. „So werden die Klimaziele ganz sicher nicht erreicht – das haben die Grünen inzwischen ja selbst eingeräumt.“

Die Begründung des Senats, wonach lange Planungszeiträume für den Einbau von Gasheizungen verantwortlich seien, lässt Michalik nicht gelten: „Das ist eine Ausrede. Seit Jahren ist klar, dass wir perspektivisch von fossilen Energieträgern weg müssen. Wenn der Senat weiter auf Gas setzt, handelt er bewusst gegen eigene Ziele. Das ist widersprüchlich und mindert die Akzeptanz in der Bevölkerung.“

Für die CDU-Fraktion ist klar: „Wenn der Staat selbst nicht konsequent auf klimafreundliche Lösungen wie Fernwärme oder Wärmepumpen setzt, verliert er jede Glaubwürdigkeit“, betont Michalik. „Klimaschutz kann nur funktionieren, wenn er nachvollziehbar, verlässlich und sozial verträglich ist – und wenn die Politik selbst mit gutem Beispiel vorangeht.“

Letzte News

Alle News

Die Abschiebeoffensive des Senats bleibt bislang vor allem eine Ankündigung: Die Zahl der Abschiebungen stagniert, während gleichzeitig immer mehr Menschen in Bremen ausreisepflichtig sind. Bis zum 30. Juni 2026 wurden 56 Abschiebungen erfolgreich durchgeführt, 72 scheiterten. Im gesamten Jahr 2025 waren es 111 erfolgreiche Abschiebungen.

Am Freitag (11. September) werden die Petenten der Petition zur Auflösung des Szenetreffs „An der Piepe“ im Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft angehört. Mehr als 2.000 Menschen haben die Petition unterstützt. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert, ihre Anliegen ernst zu nehmen und insbesondere die Zukunft des heutigen Standorts ergebnisoffen zu prüfen.